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Der große deutsche Impressionist
Jubiläumsaustellung für Max Slevogt

Kaiserslautern. Auch Führungen durch den „Slevogthof“ im Pfälzer Wald sind erstmals geplant.

Zum 150. Geburtstag von Max Slevogt (1868-1932) zeigt das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern ab 17. März eine Sonderausstellung mit Malerei und Grafiken des impressionistischen Malers. Die Schau „Max Slevogt – Impression und Phantasie“ (bis 13. Mai) biete einen facettenreichen Überblick zum malerischen und grafischen Schaffen des Künstlers, teilte der Bezirksverband Pfalz gestern  in Kaiserslautern mit. Die Werke stammen aus den eigenen Beständen des Museums, das bereits 1925 Slevogts erste Museumsausstellung präsentierte.


Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern präsentiert in der Ausstellung herausragende Gemälde Slevogts. Darunter ist eines seiner Hauptwerke, das in Landau-Godramstein gemalte „Familienbild“ von 1911, das ihn mit Frau und Kindern sowie den beiden Großmüttern zeigt. Beginnend mit der 1897 entstandenen „Scheherezade“ werden alle wichtigen Phasen von Slevogts Werk mit Beispielen vorgestellt. Slevogts Stilfindung im deutschen Impressionismus zeigt etwa sein „Bildnis Max Liebermann“, das als eines der besten Liebermann-Porträts gilt.

Slevogt gehört mit Lovis Corinth und Max Liebermann zu den wichtigsten Vertretern des deutschen Impressionismus. Neben seinem malerischen Werk steht gleichbedeutend seine zeichnerische und druckgrafische Arbeit, die als Höhepunkt der deutschen Buchillustration im 20. Jahrhundert gilt. Der Künstler hatte 1914 ein Herrenhaus oberhalb des Dorfes Leinsweiler am Rand des Pfälzerwaldes als Sommersitz erworben. Dort entstanden viele Werke. Der „Slevogthof“ befindet sich heute in Privatbesitz, im Jubiläumsjahr soll es dort Führungen geben.