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Jo Enzweilers Kunst-Laboratorium im Überblick

Saarlouis. Das Institut für aktuelle Kunst wurde 1993 auf Initiative von Jo Enzweiler (82) gegründet. Getragen wird es von einem Förderverein. Zweck des Instituts, einer Ausgliederung der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK), ist die Dokumentation und Vermittlung von regionaler Kunst. Christoph Schreiner

Die Stadt Saarlouis stellt dem Institut unentgeltlich das ehemalige Pulvermagazin am Choisyring zur Verfügung, das Land finanziert dessen einzige Vollzeitstelle. Eine weitere wird nun auf drei Jahre über eine AB-Maßnahme finanziert. Enzweiler arbeitet ehrenamtlich, vier weitere Mitarbeiter werden über Werkverträge bezahlt.



Schwerpunkte der Institutsarbeit sind die Erstellung von Werkverzeichnissen, die saarlandweite, lückenlose Inventarisierung der Kunstwerke im öffentlichen Raum nach 1945 und als work-in-progress Internetlexika zur Kunst und zu zeitgenössischen Künstlern der (Groß-)Region. Vor der Vollendung steht ein zweisprachiger regionaler Internet-Kunstführer, demnächst als App verfügbar.

Der Archivbestand umfasst Informationen über 3500 Künstler, 3200 Kunstwerke im öffentlichen Raum, 4000 regionale Ausstellungen. 9000 Fotos und 25 000 Zeitungsberichte über Künstler und Kunstgeschehen wurden gesammelt, in Datenbanken hinterlegt.

Das neue Forschungszentrum (mit einem allgemein zugänglichen Studiensaal nebst Schauraum) wird ausgewählte Teil-Nachlässe regionaler Künstler zugänglich machen und digitalisieren. Die Artothek, in der Originalwerke auf Zeit kostengünstig auszuleihen sind, wird über eine eigene Datenbank verfügen. Über diese werden Ausleih-Bestände und -Regularien künftig online abrufbar sein (www.artothek-saar.de ).