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Renaissance-Bibliothek im Elsass
Humanistische Bibliothek Sélestats in neuem Gewand

FOTO: dpa / Daniel Karmann
Sélestat. (epd) Nach vierjähriger Renovierungszeit wird die weltbekannte Humanistische Bibliothek im elsässischen Sélestat am Wochenende wiedereröffnet. Die Bibliothek, die seit 2011 Unesco-Weltkulturerbe ist, setzt bei der Präsentation ihrer 70 000 kostbarben Bücher und Handschriften künftig auf ein interaktives Museumskonzept.

Die Bibliothek in einer vom französischen Architekten Rudy Ricciotti umgebauten und erweiterten alten Kornkammer birgt eine einzigartige Sammlung humanistischer Werke des 16. Jahrhunderts.


Ihre Herzstücke sind die 670 Bände umfassende Privatbibliothek des Gelehrten Beatus Rhenanus (1485-1547) sowie Werke der im Mittelalter bekannten Lateinschule von Schlettstadt. Auch kostbare Originaldrucke von Bibeln, reformatorische Schriften etwa von Luther, Chroniken und mittelalterliche Handschriften sind zu sehen. Bisher waren die historischen Bestände konservatorisch und museumsdidaktisch nur unzureichend präsentiert worden. Die zweigeschossige Bibliothek bietet eine Dauerausstellung, einen Lesesaal sowie Räume für Vorträge, Museumspädagogik, Wechselausstellungen und einen Museumsshop.