Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 20:43 Uhr

Nominierungen für wichtigen deutschen Fernsehpreis
Grimme-Preis: Flucht und Migration sind große Themen

Marl. Zum ersten Mal hat eine Serie eines Streaminganbieters Chancen auf einen Grimme-Preis. Die in Deutschland gedrehte Netflix-Produktion „Dark“ erhielt nach Angaben der Veranstalter eine Spezialnominierung für Buch und Idee. In der ersten Staffel der Mystery-Serie ging es um das Verschwinden von Kindern in einer deutschen Kleinstadt, die zweite Staffel wird noch gedreht. Insgesamt werden am 13. April 16 Grimme-Preise vergeben.

Nominiert sind 70 Produktionen und Einzelleistungen, darunter auch die von der ARD mitproduzierte historische Sky-Krimiserie „Babylon Berlin“ und „4 Blocks“ (TNT Serie). Der Serien-Boom setze sich auch in Deutschland weiter fort, sagte Frauke Gerlach, die Direktorin des Grimme-Instituts, gestern bei der Bekanntgabe der Nominierungen in Marl.

Insgesamt hatten die vier Kommissionen mehr als 900 Einreichungen und Vorschläge in den Kategorien Fiktion, Information & Kultur, Unterhaltung und Kinder & Jugend gesichtet. Die Auszeichnungen werden am 13. April in Marl verliehen.

Ein weiterer Trend bei den diesjährigen Nominierungen: Nicht nur in der Kategorie Information & Kultur spielen die Themen Flucht und Migration eine große Rolle. „Gerade beim Kinder- und Jugendfernsehen fanden sich sehr viele Produktionen im Wettbewerb, die das Thema zielgruppengerecht thematisiert haben“, teilte das Grimme-Institut mit. Das Programm sei wesentlich besser als im Jahr zuvor.

In der Kategorie Information & Kultur wurde die WDR-Journalistin Isabel Schayani für ihre Arbeit im Jahr 2017 nominiert, auch die Redaktionen von „Panorama“, „Panorama 3“ und „Panorama – Die Reporter“ (NDR) sind im Rennen wegen ihrer Berichterstattung zu den Ereignissen rund um den G20-Gipfel in Hamburg. Claas Meyer-Heuer (Spiegel TV), „Bayreuth 2017“ (Sky) und das Onlineformat „Art of Gaming“ von Arte erhielten weitere Nominierungen sowie der Dokumentarfilm „Wie starb Benno Ohnesorg – Der 2. Juni 1967“, dessen Regisseur Klaus Gietinger seit einiger Zeit in Saarbrücken lebt.

In drei der vier Kategorien wurden Produktionen der privaten Sender und Anbieter genannt. In der Kategorie Fiktion dominieren allerdings insgesamt die öffentlich-rechtlichen Sender, die unter anderem mit ihren Produktionen „Die Maßnahme“ (BR), „Eine unerhörte Frau“ (ZDF/Arte), „Katharina Luther“ (MDR/ARD) und „Landgericht – Geschichte einer Familie“ nominiert sind.

Der undotierte Grimme-Preis zeichnet Jahr für Jahr Fernsehsendungen und -leistungen aus, die von mehreren unabhängigen Kommissionen als vorbildlich und modellhaft bewertet wurden. Er gilt als einer der wichtigsten Preise für Qualitätsfernsehen in Deutschland.