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Traditionsverlag stellt sich neu auf
Florian Illies wechselt an die Spitze des Rowohlt Verlages

Hamburg. Der Erfolgsautor blickt optimistisch auf die Buchbranche.

Überraschende Personalie an der Spitze des traditionsreichen Rowohlt Verlags: Der erfolgreiche Autor Florian Illies (47, „Generation Golf“, „1913“) wird zum 1. Januar 2019 neuer verlegerischer Geschäftsführer. Er folgt auf Barbara Laugwitz, die den Verlag seit 2014 leitete, teilten die Holtzbrinck Buchverlage gestern in Hamburg mit. Gemeinsam mit Peter Kraus vom Cleff, Kaufmännischer Geschäftsführer, und Jürgen Welte, Marketing- und Vertriebsgeschäftsführer, werde er den Traditionsverlag leiten und programmatisch weiterentwickeln. „Florian Illies ist ein seltener Glücksfall für Rowohlt. Er kennt die Buchbranche aus der Sicht des Autors ebenso wie als umfassend interessierter Journalist“, sagte Joerg Pfuhl, Vorstandsvorsitzender der Holtzbrinck Buchverlage.


Illies wurde bekannt durch seine Bestseller „Generation Golf“ (2000) und „1913“ (2012). Er war unter anderem Leiter des Feuilletons der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ und der „Zeit“, wo er seit 2017 Mitglied des Herausgeberrates ist. Zuletzt war er Geschäftsführer und Leiter des Auktionshauses Grisebach in Berlin.

„Die Bücher des Rowohlt Verlages, seine Autorinnen und Autoren, begleiten mich intensiv seit meiner Jugend“, sagte Illies. „Ich empfinde es deshalb als Ehre und Freude, künftig für sie – gemeinsam mit allen Menschen, die bei Rowohlt arbeiten – da sein zu dürfen. Und den Verlag in die Zukunft zu führen.“ Die Zukunft der Buchbranche sieht er optimistisch: „Man muss das Buch nicht schützen, es ist vital und geheimnisvoll und unzerstörbar. Aber es muss seinen Platz behaupten, muss es schaffen, attraktiver zu sein als der Blick zum Handy, ein Gegengift quasi“, sagte er „Spiegel Online“.