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Literatur
Feministische Autorin Verena Stefan gestorben

Montreal. (SZ) Gleich mit ihrem Debüt schrieb sie 1975 eine Art literarisches Manifest der Frauenbewegung und löste einen Boom an Frauenliteratur aus: Verena Stefans Roman „Häutungen“, der sich bis heute mehr als eine halbe Million mal verkauft hat, schilderte die sexuelle Emanzipation einer Frau und deren Hinwendung zu einer lesbischen Sexualität.

An diesen Erfolg konnte die gebürtige Schweizerin, die nun kurz nach ihrem 70. Geburtstag in ihrer Wahlheimat Montreal (Kanada) gestorben ist, in späteren Werken nicht mehr anknüpfen. Ihr letztes, ihrem Großvater gewidmetes Buch „Die Befragung der Zeit“ war 2014 erschienen.