| 20:43 Uhr

Buchhandel im Saarland
Durchhalten will gelernt sein: Situation des Saar-Buchhandels

Saarbrücken. Wie ist es derzeit um den saarländischen Buchhandel bestellt? Ein kürzlich vom Landesverband erstelltes „Mediendossier“ fällt ziemlich ernüchternd aus: Hinsichtlich des regionalen Buchhandelsumsatzes ist das Saarland (20,6 Millionen Euro laut der jüngsten Umsatzsteuerstatistik) bundesweit Schlusslicht. Allerdings ist die rote Laterne der Kleinheit des Landes geschuldet und wenig aussagekräftig. Stefanie Brich, beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland zuständig, meint denn auch, dass die hiesige Situation unterm Strich  (sprich die Größenunterschiede beider Länder berücksichtigend) nicht schlechter sei als in Rheinland-Pfalz.

Wie ist es derzeit um den saarländischen Buchhandel bestellt? Ein kürzlich vom Landesverband erstelltes „Mediendossier“ fällt ziemlich ernüchternd aus: Hinsichtlich des regionalen Buchhandelsumsatzes ist das Saarland (20,6 Millionen Euro laut der jüngsten Umsatzsteuerstatistik) bundesweit Schlusslicht. Allerdings ist die rote Laterne der Kleinheit des Landes geschuldet und wenig aussagekräftig. Stefanie Brich, beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland zuständig, meint denn auch, dass die hiesige Situation unterm Strich  (sprich die Größenunterschiede beider Länder berücksichtigend) nicht schlechter sei als in Rheinland-Pfalz.


34 reine Buchhandlungen existieren noch im Saarland (immerhin zehn weniger als 2007). Ein Städtevergleich zeigt, dass Saarbrücken (178 000 Einwohner) mit gegenwärtig 18 Buchhandlungen besser (bzw. genauso gut oder schlecht) gestellt ist als Städte vergleichbarer Größe im Nachbarbundesland: Ludwigshafen (165 000) zählt demnach vier, Trier (115 000) zehn und Mainz (210 000) 22 Buchhandlungen.

Was die Verlage angeht, so sieht die Situation im Bundesvergleich für das kleinste Flächenland etwas besser aus: In Sachen Verlagsumsatz der zehn gelisteten Verlage hält das Saarland Platz 12 (vor Mecklenburg Vorpommern, Thüringen, Bremen und Schlusslicht Sachsen-Anhalt). Auch habe die Überschaubarkeit der saarländischen Branchenverhältnisse ihr Gutes, unterstreicht Brich: Ein neues Literaturfestival zu organisieren, sei etwa hierzulande wesentlich leichter. Nachdem sich engagierte saarländische Buchhändler schon länger mit dem Gedanken dazu getragen haben, meldete man im Dezember 2017 Vollzug: „Erlesen“ wird es heißen und vom 7. bis 22. April landesweit 30 Veranstaltungen bieten. 15 Buchhandlungen beteiligen sich mit dem Ziel, die Sichtbarkeit der rührigen Buchhandelsszene stärker ins allgemeine Bewusstsein zu rufen. Brich räumt ein, dass viele der Lesungen auch ohne Festivalschirm gelaufen wären – nicht aber so konzentriert, gebündelt, im Kollektiv vermarktet und (nicht zu vergessen) noch dazu vom Landesverband gefördert, der die Lesungen jeweils mit bis zu 300 Euro bezuschussen wird.



(cis)