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documenta 14
Documenta-Defizit steigt auf 7,6 Millionen Euro

Kassel. (dpa) Die documenta 14 hat 2017 mit einem höheren Defizit abgeschlossen als bisher bekannt. Nach Ende aller Prüfungen betrage die Finanzierungslücke 7,6 Millionen Euro, teilte die gemeinnützige documenta und Museum Fridericianum GmbH gestern mit.

 Bisher war das Defizit der weltweit bedeutendsten Ausstellung für zeitgenössische Kunst auf 5,4 Millionen Euro beziffert worden. Ursache für das Defizit sei unter anderem die Ausrichtung der Schau an zwei Standorten gewesen. Das Land Hessen und Stadt Kassel übernehmen als Gesellschafter der documenta je die Hälfte des Defizits. Details, warum das Minus am Ende noch höher ausfiel als erwartet, nannte die documenta nicht. Die Gremien der GmbH hätten nun zentrale Weichen für die Zukunft der Ausstellung gestellt: Unter anderem seien die Eckwerte eines Fünf-Jahres-Plan bis 2023 erörtert worden. Er soll die 15. Ausgabe der Ausstellung 2022 sichern. Eine Summe sei aber noch nicht festgelegt worden, sagte eine Sprecherin.


 Die 14. documenta fand von April bis September 2017 in Kassel und Athen statt. Ihr Budget war im Vorfeld auf 34 Millionen Euro beziffert worden. Nach Bekannwerden der finanziellen Schieflagen hatten sich das Land Hessen und die Stadt Kassel bereiterklärt, mit einer Bürgschaft einzuspringen. Die frühere documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff hatte im Frühjahr ihr Amt vorzeitig aufgegeben. Seit November ist Sabine Schormann die neue Geschäftsführerin. Momentan sucht die documenta nach einem künstlerischen Leiter für die nächste Schau.