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documenta
Die documenta 15 sucht sich eine neuen Leitung

Kassel. Die Suche nach einem neuen künstlerischen Leiter für die nächste documenta im Jahr 2022 beginnt. Die Findungskommission für die 15. Ausgabe der weltweit bedeutendsten Schau für moderne Kunst stehe, teilte die documenta am Freitag in Kassel mit.

Dazu wurden nun acht Kunstschaffende aus aller Welt benannt. Sie sollen bis Anfang 2019 die neue künstlerische Leitung aussuchen, die traditionell zu jeder Ausstellung neu bestimmt wird.


Der Findungskommission gehören unter anderem der Belgier Philippe Pirotte, Rektor der Frankfurter Städelschule, die Südafrikanerin Gabi Ngcobo, Kuratorin der Berlin Biennale 2018, und Ute Meta Bauer, Gründungsdirektorin des Centre for Contemporary Art in Singapur, an. Vorgeschlagen wurden die Mitglieder der Kommission von Sabine Schormann, die am 1. November Generaldirektorin der documenta wird. Schormann äußerte sich auch zu möglichen Schwerpunkten der nächsten Ausstellung: Sie sei sehr gespannt, „ob im Zentrum der documenta 15 eher Fragen der Teilhabe und Partizipation, der interkulturellen Vernetzung, der Performanz und des Diskurses, der digitalen Medien oder des Umgangs mit dem öffentlichen Raum stehen werden“.

Die vergangene documenta fand 2017 in Kassel und Athen statt. Sie endete mit einem Defizit von 5,4 Millionen Euro. Daraufhin hatte die documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff ihr Amt aufgegeben. Die vergangene Schau leitete der Pole Adam Szymczyk.