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Reaktion auf wachsenden Antisemitismus
Bund will Erinnerungskultur unter Jugendlichen stärken

Berlin. (dpa) Junge Menschen sollten sich nach Ansicht von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) stärker mit der deutschen Vergangenheit auseinandersetzen.

„Mit einem neuen Programm „Jugend erinnert“ wollen wir gezielt das Geschichtsbewusstsein der Jugendlichen stärken und dem erschreckenderweise wieder wachsenden Antisemitismus entgegentreten“, kündigte Grütters am Wochenende an. 2019 sind in ihrem Haushalt für eine Anlaufphase zunächst zwei Millionen Euro vorgesehen.


In Zusammenarbeit mit Historikern und Bildungsexperten sollten jetzt praxisnahe Programme entwickelt werden, sagte die CDU-Politikerin. „In Ergänzung zu den üblichen Schulklassenfahrten wollen wir in Zusammenarbeit mit den Gedenkstätten für junge Menschen jeder Herkunft qualifizierte Angebote eröffnen, die eine persönliche Auseinandersetzung mit Diktatur und Gewalt ermöglichen“, so Grütters. Auch soll die pädagogische Arbeit der bundesgeförderten Gedenkstätten durch 22 neue Stellen gestärkt werden.