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Kunstmessen
Brüsseler Kunst-Spitzen

Brüssel. Die Kunstmesse Brafa in der belgischen Hauptstadt gewinnt immer mehr Profil und Messebesucher.

(dpa) Die Christo-Installation „Three Store Fronts“ gehört zu den Höhepunkten der Kunstmesse Brafa in Brüssel, deren Ehrengast der 82-jährige Verpackungskünstler ist. Christo und sein Werk (14 Meter mal 2,5 Meter groß) füllen seit Wochen die Seiten der Fachpresse. Doch zur Eröffnung der 63. Brafa, die zu den ältesten und renommiertesten Kunst- und Antiquitätenmessen zählt, fehlte er.


An der Messe auf dem Thurn & Taxis-Gelände nehmen 134 internationale Galerien teil. Gezeigt werden Arbeiten aus 4000 Jahren Kunstgeschichte, angefangen von antiken Büsten, Räuchergefäße aus der Mayakultur bis hin zu seltenen Frauenfigur des nigerianischen Stammes Jukun sowie moderne und zeitgenössische Kunst. Dieses Jahr kann die Messe gleich 15 neue Aussteller auf ihrer Liste verzeichnen, vor allem aus dem Bereich der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.

Die Brafa surft auf der Erfolgswelle. Zählte man 2012 noch gut 40 000 Kunstliebhaber, waren es 2017 bereits 61 000 – Rekord. Qualität ist das Leitmotiv, an dem Messe-Präsident Harold t’Kint de Roodenbeke seit 2012 festhält. Man werde nicht auf Kosten der Qualität wachsen, meint der 51-Jährige. Er setzt auf die im Vergleich zu anderen Kunstmessen besondere Stimmung der Brafa: Man wandelt in Brüssel auf weichem Design-Teppich durch die Gänge, die streckenweise riesige Blumenbeete zieren. Die Nischen der Händler sind geräumig. Die Qualität der Werke und des Empfangs lasse keine Wünsche offen, befindet Isabelle Maeght, die zu den 15 namhaften Galeristen-Neuzugängen gehört. Welche Auswirkung das auf die Verkaufsbilanz haben werde, werde sie in den nächsten Tagen merken, so die Ex-Leiterin der berühmten Fondation Maeght.