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Große Ehre für Diane Kruger in Cannes

Autor Rüdiger Safranski. Foto: Jens Kalaene/dpa
Autor Rüdiger Safranski. Foto: Jens Kalaene/dpa FOTO: Jens Kalaene/dpa
Cannes. Die Goldene Palme des Filmfestivals Cannes geht an die schwedische Gesellschaftssatire "The Square" von Ruben Östlund. Das teilte die Jury gestern Abend mit. Das Werk erzählt von einem Museumskurator, dessen Leben außer Kontrolle gerät, als er sein Handy verliert. Regisseur Östlund wirft dabei Fragen zu Moral, Männlichkeit und Bigotterie der bürgerlichen Schicht auf. Es ist die erste Goldene Palme für Schweden. Die Deutsche Diane Kruger gewann den Preis als beste Hauptdarstellerin. Die 40-Jährige wurde für ihre Leistung in Fatih Akins NSU-Drama "Aus dem Nichts" geehrt. Das Werk erzählt von einem Bombenanschlag, bei dem ein Türke und sein kleiner Sohn sterben. Zurück bleibt die Ehefrau und Mutter. Die in Niedersachsen geborene Kruger nahm den Preis sichtlich gerührt entgegen und widmete ihn den Terroropfern und deren Angehörigen. Es ist der erste Preis für eine deutsche Schauspielerin seit 1986, als Barbara Sukowa für "Rosa Luxemburg" ausgezeichnet wurde. Agentur

Die Goldene Palme des Filmfestivals Cannes geht an die schwedische Gesellschaftssatire "The Square" von Ruben Östlund. Das teilte die Jury gestern Abend mit. Das Werk erzählt von einem Museumskurator, dessen Leben außer Kontrolle gerät, als er sein Handy verliert. Regisseur Östlund wirft dabei Fragen zu Moral, Männlichkeit und Bigotterie der bürgerlichen Schicht auf. Es ist die erste Goldene Palme für Schweden. Die Deutsche Diane Kruger gewann den Preis als beste Hauptdarstellerin. Die 40-Jährige wurde für ihre Leistung in Fatih Akins NSU-Drama "Aus dem Nichts" geehrt. Das Werk erzählt von einem Bombenanschlag, bei dem ein Türke und sein kleiner Sohn sterben. Zurück bleibt die Ehefrau und Mutter. Die in Niedersachsen geborene Kruger nahm den Preis sichtlich gerührt entgegen und widmete ihn den Terroropfern und deren Angehörigen. Es ist der erste Preis für eine deutsche Schauspielerin seit 1986, als Barbara Sukowa für "Rosa Luxemburg" ausgezeichnet wurde.


Mit dem Großen Preis der Jury wurde das Aids-Drama "120 battements par minute" des Franzosen Robin Campillo gewürdigt.