| 21:01 Uhr

Popmusik
Geoff Emerick, Toningenieur der Beatles, gestorben

Los Angeles. Seinen Namen kennen vor allem wohl Beatles-Fans: Geoff Emerick. Der langjährige Ton-Ingenieur der Beatles ist am Mittwoch im Alter von 72 Jahren in Los Angeles gestorben, wie sein Manager mitteilte.

Mit 20 war der Brite erstmals Toningenier der Beatles:  bei den Sessions zum Album „Revolver“ (1966), wo Emerick auch ungewöhnliche Wünsche erfüllen musste: Wie Emerick später erzählte, wollte John Lennon auf dem Stück „Tomorrow never knows“ so klingen „wie der Dalai Lama auf einer Bergspitze, viele Meilen entfernt“. Der findige Emerick bekam es hin.


Emerick arbeitete auch beim „Weißen Album“ mit, bei „Sgt Peppers Lonely Hearts Club Band“ und bei „Yellow Submarine“. Nach dem Ende der Beatles engagierte ihn das Londoner Abbey Road Studio, auch an einigen Solo-Alben von Paul McCartney arbeitete er – außerdem mit so unterschiedlichen Künstlern wie Judy Garland und Kate Bush, Ultravox und Art Garfunkel. 2007 produzierte er als Jubiläums-Hommage eine Neuaufnahme des „Sgt Pepper“-Albums, unter anderem mit Oasis und The Killers. In seinen Memoiren schrieb er über die Beatles, dass die Arbeit mit ihnen anders gewesen sei als mit anderen Künstlern: „Alles war möglich – und Begriffe wie  ‚Nein’ oder ‚geht nicht’ gab es für sie nicht.“