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| 20:39 Uhr

Ausgrabungen des „fünften Beatle“
Aus dem Erbe des Beatles-Mentors

FOTO: Pias
Saarbrücken. George Martin? Da denkt man an die Beatles, an grandiose Aufnahmen, die Rock mit Orchester verbinden – und wohl auch an das donnernde Arrangement von Paul McCartneys Bond-Song „Live and let die“. Aber Martin als Komponist? Da ist der Brite (1926-2016) weniger bekannt denn als Produzent.

George Martin? Da denkt man an die Beatles, an grandiose Aufnahmen, die Rock mit Orchester verbinden – und wohl auch an das donnernde Arrangement von Paul McCartneys Bond-Song „Live and let die“. Aber Martin als Komponist? Da ist der Brite (1926-2016) weniger bekannt denn als Produzent.

Umso mehr ist dieses Album eine Entdeckung. US-Musiker Craig Leon hatte den Kollegen in den 1980ern kennengelernt und nach Martins Tod von dessen Sohn eine Kiste mit Unterlagen erhalten – darunter Arrangements für nie aufgenommene Musik. Die hat Leon nun mit dem Berlin Music Ensemble eingespielt. Fünf Stücke, die Martin 1968 für den Beatles-Film „Yellow Submarine“ schrieb, eröffnen das Album – mit Romantik, Walzerschlenkern und druckvollen Spannungsklängen. Vier Kompositionen zum 007-Film „Leben und sterben lassen“ schließen sich an: mal lässig mondän, mal Karibisches mit einem gewissen Swing mischend.

Ganz anders klingen „Three american sketches“: anfangs etwas geigenschmalzend, dann aber origineller, als ob sich ein paar Country-Geigen zu einem Minimal-Music-Abend getroffen hätten.

Mit zehn Chorälen endet das Album – Martin hatte sie für den Film „The Mission“ geschrieben, verwendet wurde dann aber Musik von Ennio Morricone. Martins Chormusik klingt sehr berührend, manchmal etwas zu gefällig, wobei eine orchestrale Passage merkwürdigerweise stark an Morricone erinnert – hat Martin womöglich so den Regisseur von „The Mission“ überhaupt erst auf die Spur des Italieners gebracht?

„The film scores and original orchestral music of George Martin“ (AR/Pias).