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Kulturpolitik
Kulturrat warnt vor Vorsitz der AfD im Kulturausschuss

Berlin.

Der Deutsche Kulturrat hat erneut an die etablierten Parteien appelliert, der rechtspopulistischen AfD nicht den Vorsitz im Kulturausschuss des Bundestags zu überlassen. Es wäre ein „fatales Signal“, wenn die Führung dieses sensiblen Gremiums einem Abgeordneten überlassen würde, dessen Partei die Erinnerung an den Holocaust in Frage stelle, erklärte Kulturrats-Geschäftsführer Olaf Zimmermann gestern. Der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zufolge hat die AfD die Abgeordneten Marc Jongen und Martin Renner für den Ausschuss nominiert. Die Ausschüsse werden nach Fraktionsgröße vergeben. In der vergangenen Woche hatten sich die Parlamentarischen Geschäftsführer der sechs Bundestagsparteien darauf verständigt, die Fachgremien trotz der schleppenden Regierungsbildung diese Woche einzusetzen.