| 20:45 Uhr

Neues Musical in Hamburg
Auf High Heels in den Kampf um Toleranz

Hamburg. Nach zwei Stunden und 20 Minuten hält es niemanden mehr auf seinem Sitz: „Komm, steh auf, sei Du und steh‘ dazu“ singen die Darsteller auf der Bühne – teils in schrillen Kostümen und hochhackigen Stiefeln – und der Saal tobt und tanzt mit. Nach Stationen am New Yorker Broadway und am Londoner West End feierte das Dragqueen-Musical „Kinky Boots“ am Sonntagabend Deutschland-Premiere im Operettenhaus auf der Hamburger Reeperbahn. Auch  Cyndi Lauper (64, „Girls Just Want to Have Fun“) wollte sich die Vorstellung ihres Musicals nicht entgehen lassen: „Es geht darum, die Menschen für Toleranz zu begeistern“, meinte die Sängerin.

Nach zwei Stunden und 20 Minuten hält es niemanden mehr auf seinem Sitz: „Komm, steh auf, sei Du und steh‘ dazu“ singen die Darsteller auf der Bühne – teils in schrillen Kostümen und hochhackigen Stiefeln – und der Saal tobt und tanzt mit. Nach Stationen am New Yorker Broadway und am Londoner West End feierte das Dragqueen-Musical „Kinky Boots“ am Sonntagabend Deutschland-Premiere im Operettenhaus auf der Hamburger Reeperbahn. Auch  Cyndi Lauper (64, „Girls Just Want to Have Fun“) wollte sich die Vorstellung ihres Musicals nicht entgehen lassen: „Es geht darum, die Menschen für Toleranz zu begeistern“, meinte die Sängerin.


In dem Musical nach dem gleichnamigen Film von 2005 erbt Charlie Price von seinem Vater eine heruntergekommene Schuhfabrik in der englischen Provinz. Als er  die Dragqueen Lola kennenlernt, finden die beiden die Nische, die die Firma retten soll: Schrille, modische und zugleich stabile Schuhe und Stiefel für Dragqueens – Kinky Boots. Doch bevor die beiden zusammen mit den Arbeitern der Fabrik und Lolas Dragqueen-Freundinnen ihren Siegeszug auf einer Mailänder Modenschau feiern können, müssen sie gegen etliche Vorurteile und ihre eigenen Ängste kämpfen.

Das mit sechs Tony Awards ausgezeichnete Musical lebt von dem Gegensatz zweier unterschiedlicher Welten: Auf der einen Seite sind da die frustrierten Fabrikarbeiter in der englischen Provinz, auf der anderen Seite die extravagante Lola mit ihren „Angels“. In eindrucksvollen Bühnenbildern – mal triste Fabrik, mal tosender Boxring, dann wieder der glamouröse Laufsteg – und einer rasanten Regie lässt Regisseur Jerry Mitchell diese beiden Welten aufeinanderprallen.Bis zum wunderbaren Finale.