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Kabarett und Musik im Staatstheater
Das Häschen in der Grube und ein gelbes Cello

Wolfgang Mertes stellte sein neues Musik-Projekt in der SZ-Redaktion in Sulzbach vor.
Wolfgang Mertes stellte sein neues Musik-Projekt in der SZ-Redaktion in Sulzbach vor. FOTO: Thomas Seeber
Sulzbach. Musikkabarett zwischen Kunst und Klamauk gibt es am 11. März im Saarbrücker Staatstheater. Von Michèle Hartmann

Wenn er die Tür hereinkommt, dann geht die Sonne auf. Das liegt daran, dass er Frohsinn versprüht. Der Launepegel der Gesprächspartnerin steigt – Vorfreude macht sich breit. Wolfgang Mertes ist zu Gast in der Redaktion Sulzbach der Saarbrücker Zeitung. Als gebürtiger Quierschieder, der in Dudweiler wohnt, ist er eben schnell mal im SZ-Büro. Der Grund seines Kommens ist das „Häschen in der Grube“. Mit diesen einem Kinderlied entnommenen Worten ist das 11. Kabarett-Konzert überschrieben, mit dem der Erste Konzertmeister des Saarländischen Staatsorchesters und seine Mitstreiter am Sonntag, 11. März, um 18 Uhr im großen Haus des Staatstheaters ihre Gäste begeistern möchten.


Die Zielgruppe, sagt der 51-jährige Mertes nicht ohne hintersinniges Schmunzeln, sei „das gebildete Theaterpublikum, das gerne lacht, aber sonst nicht darf“. Leute eben, die mal richtig aus sich herausgehen und eine besondere Bühnendarbietung genießen wollen.

Die erwähnten Mitstreiter des Violinisten und Trompeters sind: Oliver Strauch (Schlagzeug, Cajon, Timbales) sowie die Berliner Formation „Yellow Cello“ mit Cellist und Moderator Thomas Schmidt-Ott, Sänger Daniel Matar, Tim Sund (Keyboard, Klavier) sowie Bassist Daniel Cordes. Und mit einem tatsächlich quietschgelben Cello. „Yellow Cello“ im Verbund mit Mertes haben im Saarland seit einigen Jahren eine Fangemeinde.



Wolfgang Mertes – verheiratet und Vater zweier Kinder – plaudert über das, was sich auf der Bühne abspielen wird. „Da sorgt schon die Moderation für Furore“, kündigt er an. Es gehe unter anderem um die „nicht existierende Karriere von gescheiterten Junggesellen“.

Musikalisch wird die Gruppe ein weites Feld beackern, kündigt Mertes an. Einige Bach-Bearbeitungen treffen auf feurige Salsa, und diesmal ist auch der Tango dabei, verspricht der SST-Konzertmeister, der – passend zum Titel des Konzertes – auch schon die plüschigen Hasenohren zurecht gelegt hat. „Die Musik, die nehme ich sehr ernst, mich aber nicht so sehr“, sagt Mertes selbstironisch. Freuen darf man sich insgesamt auf quirlige, bunte Darbietungen, die Jazz, Klassik, Rock und Pop verbinden.

Doch wie klappt das Einstudieren des „Häschen in der Grube“-Auftritts, wenn doch vier Herren des illustren Sextetts, die alle über jahrzehntelange Bühnenerfahrung verfügen, in Berlin heimisch sind? Tja, sagt Mertes, da werde eben an einem Tag viele, viele Stunden geprobt. Und das sei einfach ein Super-Spaß.

Wenige Restkarten für das Musikkabarett am 11. März im Staatstheater gibt es unter Tel. (06 81) 30 92 486.