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| 21:08 Uhr

Kritik an schärferen Regeln für Manager

Berlin. In der Wirtschaft wächst die Kritik an den geplanten schärferen Regeln für Managergehälter. Der Chef der von der Regierung eingesetzten Kommission für gute Unternehmensführung, Commerzbank-Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller, nannte wesentliche Teile der Koalitionspläne "nicht gelungen", "bedenklich" und "unzweckmäßig"

Berlin. In der Wirtschaft wächst die Kritik an den geplanten schärferen Regeln für Managergehälter. Der Chef der von der Regierung eingesetzten Kommission für gute Unternehmensführung, Commerzbank-Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller, nannte wesentliche Teile der Koalitionspläne "nicht gelungen", "bedenklich" und "unzweckmäßig". In einer Stellungnahme für eine Expertenanhörung des Bundestags gestern warnte Müller zugleich vor wachsenden Eingriffen des Gesetzgebers. Zuvor hatten die Aufsichtsratschefs von 15 großen Unternehmen bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gegen eine Verschärfung der Managergesetze protestiert. Es ist offen, ob SPD und Union die Einwände der Wirtschaft aufgreifen. Die Gesetzespläne sollen bis zur Sommerpause verabschiedet werden. Sie sehen vor, dass Top-Manager bei Fehlern selbst für Schäden zahlen. Der Wechsel vom Vorstand in den Aufsichtsrat soll erst nach einer Wartefrist von zwei Jahren erlaubt sein. Bonuszahlungen sollen weiter eingedämmt werden. Aufsichtsräte müssen die Vergütungen herabsetzen, wenn sich die Lage der Firma verschlechtert. Über die Managervergütung müssen die Aufsichtsräte entscheiden. Laut Müller ist es "bedenklich", dass Aufsichtsräte dafür sorgen müssen, dass variable Vergütungsbestandteile nur langfristige Anreize zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung setzen und Festvergütungen oder ein Bonus für besondere Leistungen so nicht mehr zulässig seien. Die Verpflichtung des Aufsichtsrats zur Herabsetzung der Vergütung sei kritisch. Es sei eine "bedenkliche Herabwürdigung der Kompetenz der anderen Aufsichtsräte, wenn ihnen unterstellt werde, sie kämen ihrer Überwachungsfunktion nicht hinreichend nach". dpa