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Leserbrief Wenn Unsicherheit nur gefühlt da ist
Die AfD ist der lachende Dritte

„Wenn Unsicherheit nur gefühlt da ist“, SZ vom 18. September/ Josef Dörr in Chemnitz, Foto in der SZ vom 11. September/ Fremdenfeindlichkeit, verschiedene SZ-Ausgaben/ „Ein Todesfall und die Furcht vor einem zweiten Chemnitz“, SZ vom 10. September

Das Wort von Winston Churchill, „Trau keiner Statistik, wenn Du sie nicht selbst gefälscht hast“, hat seine Aktualität nicht verloren. Es ist erstaunlich, mit welchen Vergleichs- und Rechenkünsten die sogenannten Experten, mit Unterstützung der Medien, den Menschen klar zu machen versuchen, dass alles doch nur die Einbildung der dummen Bürger ist. Es sei doch eine Bereicherung, dass man bei einem nachmittäglichen Besuch der Saarbrücker-Innenstadt von gefühlten 60 Prozent Immigranten umgeben ist und dass bei einem abendlich Stadtbesuch ein ungutes Gefühl aufkommt. Alles nur Einbildung? Das Problem liegt meines Erachtens darin, dass die vielen Menschen dies einfach nicht wollen, und die Politik, die Experten, die Medien ein Bild erzeugen wollen, das es so nicht gibt und auch nicht gewollt ist. Hinzu kommen noch die täglichen Vorkommnisse und Bilder mit Immigranten und die Hilfslosigkeit und Entschlusslosigkeit, mit der die Politiker mit den Problemen umgehen. Die AfD ist letztlich der lachende Dritte.


Joachim Boudier, Saarbrücken