Neues Büchlein: Kreative Waderner Autoren

Neues Büchlein : Kreative Waderner Autoren

87 Beiträge wurden beim Autorenwettbewerb anlässlich der Waderner Buchwoche zum Thema „Blau“ eingereicht.

Viele blaue Geschichten gab es während der diesjährigen Waderner Buchwoche, die noch bis zum 20. September andauert, beim sechsten Autorenwettbewerb, den das Kulturamt der Stadt zusammen mit dem Team der Buchwoche zum Thema „Blau“ ausgeschrieben hatte. Dieser Tage wurde das Büchlein „druckreif“ im Öttinger Schlösschen vorgestellt, wozu Bürgermeister Jochen Kuttler etliche Autoren sowie die Mitglieder der Jury begrüßen konnte.

Er zeigte sich erfreut über die vielfältigen und kreativen Geschichten und dankte allen für ihr Mitmachen. „Wir können, ohne das Blaue vom Himmel zu lügen, behaupten, dass wir unser blaues Wunder erlebt haben. Nahezu alle Redewendungen und Wortzusammensetzungen mit der Farbe blau sind uns jetzt vertraut“, bescheinigten Petra Lauk und Beatrix Schmitt von der Jury den Autoren viel Kreativität beim Umsetzen dieses Wortes in ihren Beiträgen, die Geschichten, Märchen und Gedichte waren. Es zeigte sich, dass in unserem Sprachgebrauch keine Farbe so vielfältig in ihren Bedeutungen sein kann wie eben blau. Beispiele gefällig? Blaue Stunde, Blaupause, blau machen, blaue Flecken oder Fahrt ins Blaue. Im Mundartgedicht von Carsten Kleser „Wie e roden Faden – nur in bloo“ sind unzählige solcher Redewendungen unterhaltsam aufgelistet. Kleser trug sein Gedicht wie weitere Autoren ihre Beiträge den Besuchern vor. Viel Applaus war ihnen sicher.

Insgesamt hatten 63 Autoren 87 Beiträge eingereicht. Sie kamen nicht nur aus dem gesamten Saarland, sondern darüber hinaus auch aus Westfalen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Von den eingereichten Beiträgen aus den Altersklassen bis 17 Jahre (17 Texte) und ab 18 Jahre wurden von der Jury 15 Beiträge ausgewählt, die im Büchlein „druckreif“ erscheinen. Jüngste Autorin war Hannah Tibo aus Löstertal mit zwölf Jahren und ihrer Geschichte „Der blaue Schmetterling“.

Petra Lauk betonte, dass die Wettbewerbsbeiträge der Jury anonym vorgelegt wurden, die fünf Jury-Mitglieder also keine Kenntnis davon hatten, wer Autorin oder Autor war. „Wie in den Jahren zuvor war es nicht leicht, uns zu entscheiden, wer ins Buch kommt. Es gab durchaus kontroverse Diskussionen“, sagte Jurymitglied Schmitt.

Auswahlkriterien waren die inhaltliche Gestaltung des Themas sowie die sprachlich-stilistische Umsetzung der Erzählidee. So hoffen denn die Organisatoren, dass diejenigen, deren Beitrag nicht berücksichtigt wurde, keine Kritik an der Jury üben, sondern auch beim nächsten Schreibwettbewerb wiederum eine nette Geschichte einreichen.

Das Büchlein „druckfrisch“ ist erhältlich bei der Stadtverwaltung Wadern, in der Bücherhütte Wadern sowie im Haco-Center und kostet acht Euro.

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