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Leserbrief Kopftuch-Streit
Kopftuch-Vergleich bei Kindern hinkt

Leserbrief von Rolf Schreier

Herr Rolf Schreier aus Namborn scheint in seinem Leserbrief über die Religionsfreiheit zu übersehen, dass Kinder weder zur Erstkommunion noch zur Konfirmation gezwungen werden. Auch sind diese Feiern in das Gemeindeleben eingebettet und bewährt. Weder äußerlich, noch „innerlich“ tragen Kinder und Jugendliche danach ein Kopftuch. Eine Ordensfrau zieht ein Kopftuch über, wenn sie als erwachsener Mensch, nach Jahren der reiflichen Prüfung zu dem eigenen Entschluss kommt, ein Ordensleben führen zu wollen. All dies ist auch mit der Religionsfreiheit in unserem Grundgesetz gedeckt. Aber Kindern ein Kopftuch anzuziehen, ist doch eine neue Form der religiösen Erziehung, die diese meines Erachtens entfremdet. Vom religiösen Empfinden her soll das Kopftuch „eine unnötige sexuelle Aufreizung von Männern“ (Quelle: Professor Dr. Wieland, Deutsche Islam-Konferenz) bei muslimischen Frauen verhindern. Etwa auch bei Kindern?


Stephan Meßner, Ensheim