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Kompromiss-Suche im Namensstreit

Saarbrücken. Seit über sieben Wochen ist die Volksbank Dudweiler eigentlich ohne Namen. Im Genossenschaftsregister ist das Institut seit Mitte März als "Volksbank Saar" eingetragen. Mit dieser Firmierung darf die Bank aber nicht auftreten

Saarbrücken. Seit über sieben Wochen ist die Volksbank Dudweiler eigentlich ohne Namen. Im Genossenschaftsregister ist das Institut seit Mitte März als "Volksbank Saar" eingetragen. Mit dieser Firmierung darf die Bank aber nicht auftreten. Die zwölf übrigen Saar-Genossenschaftsbanken haben - wie berichtet - per einstweiliger Verfügung durch das Landgericht Saarbrücken untersagen lassen, dass die von Vorstandschef Matthias Beers geführte Bank unter diesem Namen ihre Geschäfte abwickelt. In seiner Not tritt das Institut weiter als Volksbank Dudweiler auf. Bei Grundschuldeintragungen wird aber aus gutem Grund, wie es heißt, auf die Beurkundung eines Bank-Namens verzichtet. Stattdessen werde dort auf die an einer bestimmten Stelle im Genossenschaftsregister eingetragene Bank verwiesen.Im Namensstreit unter den Saar-Volksbanken blieben bisher drei Schlichtungsgespräche unter der Moderation des Genossenschaftsverbandes ergebnislos. Beers und seine Vorstandskollegen Wolfgang Morgenstern und Uli Starck schreiben jetzt in einem angeblich vertraulichen Brief, der unserer Zeitung vorliegt, den 282 gewählten Vertreter ihrer 29 500 Genossenschaftsmitglieder: "Wir sind der Überzeugung, dass ein neuer Name für unsere Volksbank nach wie vor der richtige Schritt ist." Der Name "Volksbank Saar" wird von den übrigen Genossenschaftsbanken nicht akzeptiert. Der Vorstand dazu: "Mit der Härte, Massivität, geschlossenen Ablehnung und der schnellen Formierung der zwölf anderen Genossenschaftsbanken im Saarland haben wir nicht gerechnet und wollten diese auch nicht provozieren." Nun wird die Bezeichnung "Volksbank Saar Mitte" als Alternative präsentiert, obwohl auch dagegen bereits Widerstand von den Vereinten Volksbanken Lebach und Eppelborn signalisiert worden sein soll. Dennoch sollen die Dudweiler Vertreter per Umfrage schriftlich darüber abstimmen. Morgen treffen sich Vorstände der übrigen Banken, um über einen Kompromiss im Namensstreit zu beraten. mju