"Königliches" von den King's Singers in Blieskastel

Blieskastel. Dublin, Turin, Blieskastel: Abseits großer Bühnen machten die King's Singers am Samstag in der Barockstadt Station, um mit einem zweistündigen A-Capella-Programm die diesjährigen Schlossberg-Konzerte in der neu renovierten Schlosskirche zu eröffnen

Blieskastel. Dublin, Turin, Blieskastel: Abseits großer Bühnen machten die King's Singers am Samstag in der Barockstadt Station, um mit einem zweistündigen A-Capella-Programm die diesjährigen Schlossberg-Konzerte in der neu renovierten Schlosskirche zu eröffnen. "Königliches", so lautet das Motto ihres Programms "Royal Rhymes and Rounds", das einen Bogen spannt von der Frührenaissance mit Musik von Heinrich VIII und William Cornish über die Hochzeit der Madrigale mit Werken von John Dowland und Orlando Gibbons und Musik der viktorianischen Epoche (etwa von Edward Elgar und John Stainer) bis hin zu den Beatles und Nat King Cole.Die musikalische Vielfalt und die traumwandlerische Sicherheit, mit der das sechsköpfige Ensemble intonations- und stilsicher durch verschiedene Epochen wandelt, sind verblüffend. Ob bei Madrigalen, wo die King's Singers zu den besten Interpreten weltweit gehören, bei Paul Draytons humoristischem Schnelldurchlauf durch die Musikgeschichte "A Rough Guide to the Royal Succession" oder auch J.F. Bridges Liebesgeschichte zweier Gänse "The goslings" - stets gelingt es, gesanglich höchstes Niveau mit humoristischer Präsentation zu verknüpfen. Besonders fasziniert, dass es diesem Ensemble trotz steter Verjüngung nicht nur gelingt, den charakteristischen Klang zu erhalten (geprägt durch zwei Countertenöre, einen Tenor, zwei Baritone und einen Bass), sondern auch die musikalische Exzellenz. Ein Glücksgriff zum Auftakt der Reihe: Das Publikum entließ das Ensemble erst nach zwei Zugaben. jwo

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