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„Mein Sohn fühlt sich als Ausländer“
Mutter klagt über zu viele Migranten-Kinder in Essener Kita

Kinderkleidung in einer Kita (Symbolbild).
Kinderkleidung in einer Kita (Symbolbild). FOTO: dpa / Monika Skolimowska
Eine Mutter aus Essen beschwert sich per Facebook über die Kita-Gruppe ihres Sohnes: Die anderen Kinder würden dort kein Deutsch verstehen, ihr Sohn sei isoliert. Der Beitrag wurde inzwischen mehrere zehntausend Mal geteilt - die Stadt Essen allerdings dementiert.

Die Frau hatte auf Facebook ein Video veröffentlicht, in dem sie berichtet, dass ihr Sohn in einer Gruppe von 24 Kindern das einzige deutsche Kind sei. Entsprechend finde er keinen Anschluss. Er könne die anderen Kinder einfach nicht verstehen, während die zu großen Teilen islamisch sozialisierten Kinder sich gut miteinander unterhalten könnten.


Außerdem wirft sie der Stadt vor, dass sie sich – im Gegensatz zu den anderen Eltern – ihren Platz in der Kita vor Gericht habe erklagen müssen.

Über den Fall hatte zuerst die „WAZ“ berichtet. Dem Blatt zufolge handelt es sich um eine Kita im Essener Stadtteil Leithe.



Die Stadt Essen und die Kita haben der Zeitung zufolge inzwischen auf die Vorwürfe reagiert. Was die sprachlichen Probleme angehe, sei festzuhalten, dass in der Kita einzig Deutsch gesprochen werde und fast alle Kinder auch diese Sprache sprächen. Es stimme zwar, dass in der betreffenden Gruppe nur zwei Kinder mit deutschem Pass seien. Das sei allerdings kein Anhaltspunkt dafür, dass es Sprachprobleme gebe.

In der Frage der Zuweisung bezieht der Essener Jugendamtsleiter laut „WAZ“ klar Stellung und weist die Vorwürfe einer bevorzugten Behandlung von Ausländern zurück.

(felt)