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Kettler-Mitarbeiter sorgen sich um Zukunft des saarländischen Werks

Saarbrücken. Die knapp 80 Mitarbeiter des Kettler-Werks in Rilchingen-Hanweiler sorgen sich um ihre Zukunft. Einem Bericht der "Westfalenpost" zufolge steht das saarländische Werk des insolventen Herstellers von Fahrrädern und den berühmten Kettcars zur Disposition.Im Juni hatte die Heinz Kettler GmbH & Co KG Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. jwo/ole

Bei einer solchen Insolvenz bleibt die bisherige Geschäftsführung im Amt, wird aber von einem Insolvenzverwalter, einem so genannten Sachwalter, kontrolliert und unterstützt.

Dem Bericht zufolge hat die Kettler-Geschäftsführung ein Gutachten in Auftrag gegeben, das erhebliche Einschnitte bei den Kettler-Werken vorsieht. Nach Informationen der Gewerkschaft IG Metall sieht das Gutachten die Konzentration der Produktion im nordrhein-westfälischen Werk in Werl-Sönnern vor. Während demnach einige Produktionsstandorte geschlossen werden sollen, ist für die Produktion in Hanweiler eine Ausgliederung vorgesehen. Was das für die Zukunft des saarländischen Tochterwerks bedeutet, wollte Kettler auf Anfrage nicht sagen. Möglich ist bei einer Ausgliederung die Übernahme des Werkes durch ein Fremdunternehmen, das dann für Kettler produziert. Möglich ist aber auch eine Verlagerung der kompletten Produktion beispielsweise in ein Billiglohn-Land und die Schließung des Werks.

Der Zweite Bevollmächtigte der IG Metall in Saarbrücken , Patrick Selzer, hat noch Hoffnung für das saarländische Kettler-Werk. "Ein Fahrradhersteller könnte dort in günstiger Lage als fertigen Standort ein kleines, schmuckes Werk übernehmen, das Einkauf, Montage und Produktion an einem Ort konzentriert", sagt er. Die Verunsicherung der Mitarbeiter könne er aber gut verstehen.