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Leserbrief Kerosin-Ablass
Kerosinablass ist unbegreiflich

Proteste gegen Kerosin-Regen, mehrere SZ-Ausgaben, z.B. 27. August und 14. September

Mit Recht geht die Bevölkerung aus der Pfalz gegen Maßnahmen der amerikanischen Streitkräfte vor! 800 Tonnen Treibstoff innerhalb von knapp drei Jahren, die abgelassen wurden, ist eine unverantwortliche Zumutung. Warum so ein Prozedere? Ich bin selbst als Flugzeugmechaniker und Pilot mit Notsituationen konfrontiert gewesen. In den sechziger Jahren, als ich in Sardinien stationiert war, gab es oft Notlandungen, gerade durch technische Fehler. Dort wurde Kerosin über unbewohntem Gebiet abgelassen. Doch 800 Tonnen sind mir bei der heutigen Technik und den neuesten Flugzeugtypen unbegreiflich, auch, weil es heute in unmittelbarer Nähe genügend Flugplätze für eine Notlandung geben würde. Man müsste mal von Seiten der Politik eine Überprüfung vornehmen, warum so viel Kerosin abgelassen wird, es müsste nachvollziehbar kontrolliert werden. Das ist man der betroffenen Bevölkerung in der Pfalz schuldig.


Karl-Heinz Remark, Völklingen