Kommentar: Keine starke Regierung in Sicht

Kommentar : Keine starke Regierung in Sicht

Ziehen in Spanien italienische Verhältnisse ein? Das iberische EU-Land hat schon seit Jahren keine starke Regierung mehr.  Wenn nicht alles täuscht, wird die politische Hängepartie auch nach diesem Urnengang weitergehen – es droht wieder eine schwierige und langwierige Regierungsbildung.

Das ist keine gute Nachricht für die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone und lässt nicht Gutes für die Zukunft Spaniens ahnen, das nichts dringender als politischen Konsens braucht, um seine großen Probleme zu lösen. Die Jobkrise zum Beispiel. Spanien hat mit 14 Prozent die zweithöchste Arbeitslosenquote der EU – nur in Griechenland sieht es schlechter aus. Ein Drama vor allem für die junge Generation, in der jeder Dritte auf der Straße steht. Außerdem investiert der Staat kaum noch in Bildung und Forschung und auch die Rentenkasse ist leer.