Kein Klanggebäude, ein Soundpalast

Kein Klanggebäude, ein Soundpalast

Dominic Miller ist nicht nur der Gitarrist von Sting. Er ist auch, wie der es mal ausdrückte, seine "rechte und linke Hand", die all das umsetzt, was die "klobigen Finger" des Ex-Police-Sängers nicht spielen können. Auf seinem fünften Soloalbum "5th House" beweist Miller wie sehr er seit nunmehr 21 Jahren den Sound seines Chefs prägt

Dominic Miller ist nicht nur der Gitarrist von Sting. Er ist auch, wie der es mal ausdrückte, seine "rechte und linke Hand", die all das umsetzt, was die "klobigen Finger" des Ex-Police-Sängers nicht spielen können. Auf seinem fünften Soloalbum "5th House" beweist Miller wie sehr er seit nunmehr 21 Jahren den Sound seines Chefs prägt. Dem begnadeten Gitarristen ist ein wunderbares Instrumentalalbum gelungen. Entspannter Lounge-Jazz. Weite Klangräume. Zum Chillen ebenso geeignet wie zum Zuhören. Miller ist ein Perfektionist. Und das hört man. Mit Vinnie Colaiuta, der unter anderem mit Frank Zappa, Joni Mitchell und Chaka Khan spielte, hat er sich einen der weltbesten Schlagzeuger ins Haus geholt. Bass und Keyboard bauen auf ihrem coolen Fundament auf. Die Akustikgitarre in "Angel" erinnert an Stings "Fragile". Die ausgetüftelten Soli und Chorus-Sounds der E-Gitarre in "If Only" oder "Dead Head" sind Jazz-Rock vom Feinsten. Dieses Album ist kein Klanggebäude. Es ist ein ganzer Soundpalast. gromDominic Miller: 5th House. (Q-Rious Music)