| 20:23 Uhr

Kein alltägliches Paar in der Ludwigskirche: Trompete trifft Orgel

Saarbrücken. Trompete und Orgel - kein alltägliches Klangpaar. Am Mittwoch war es in der gut gefüllten Saarbrücker Ludwigskirche zu erleben. Ludwig Güttler, Startrompeter aus dem Erzgebirge, und sein langjähriger Orgelbegleiter Christoph Kircheis aus Aue hatten festliche Musik aus dem Barock mitgebracht

Saarbrücken. Trompete und Orgel - kein alltägliches Klangpaar. Am Mittwoch war es in der gut gefüllten Saarbrücker Ludwigskirche zu erleben. Ludwig Güttler, Startrompeter aus dem Erzgebirge, und sein langjähriger Orgelbegleiter Christoph Kircheis aus Aue hatten festliche Musik aus dem Barock mitgebracht.Der Zusammenklang beider Instrumente ist sehr reizvoll, und Güttler, der von der Empore aus blies, hatte keine Schwierigkeit, die farbenreichen Registraturen der Orgel mit seinen Klängen zu ergänzen und zu verzieren. Ein Vergnügen, Güttlers Fähigkeit mitzuerleben, makellos intonierend schwirrende Laufkaskaden und klirrende Verzierungen zu spielen. Was Jean Baptiste Loeillet, Pavel Josef Vejvanovsky oder Johann Sebastian Bach in Sonaten oder Choralvorspielen ausdrückten, gab Güttler die Möglichkeit, mit atemberaubender Behendigkeit die gewagtesten Schlingen zu knüpfen. Zusätzlich bescherte Güttler den Hörern ein exquisites Klangerlebnis durch den Einsatz des Corno da caccia (Barock-Jagdhorns), das er selbst weiterentwickelt und mit einem Trompetenmundstück versehen hat. Zwei Choralvorspiele von Johann Ludwig Krebs erhielten durch diesen weichen Klang einen intimen Charakter. Organist Kircheis bewährte sich als kongenialer Begleiter - zurückhaltend, aber klangschillernd registrierend. pes