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Leserbrief Windkraft/Klimaschutz
Kampf gegen Ursachen fehlt

Windkraft/Klimaschutz

Es ist richtig, dass es kein Beinbruch ist, wenn Windkraft nicht weiter ausgebaut wird, es gibt ja Versicherungen gegen Extremwetterlagen. Es ist kein Beinbruch, wenn in NRW oder der Lausitz große Flächen dem Braunkohletagebau geopfert werden, wir bekommen ja nur den sauberen Strom, die Schäden sind vermeintlich weit weg. Das Sankt-Florians-Prinzip funktioniert nicht, da die Auswirkungen durch Extremwetter oder das Insektensterben auch das Saarland heimsuchen. Global denken und lokal handeln ist nicht jedermanns Sache. Wenn Umweltpolitiker angesichts aktueller Schadensereignisse nur Pflaster zur Linderung verteilen, jedoch keine Ursachen bekämpfen, geht es so weiter. Schließen wir also künftig weitere Versicherungen gegen unvorhersehbare (?) Ereignisse ab, befruchten wir Blüten mit Q-Tips wie Chinesen, weil Insekten fehlen und füttern wir Vögel ganzjährig, weil ihnen die Nahrungsquelle fehlt. Oder wir machen es wie radikale Windkraftgegner: Fischabfälle ausbringen zum Anlocken von Rotmilanen, um „Argumente“ gegen den Bau zu haben.


Joachim Götz, Blieskastel-Mimbach