Jost: Landesregierung setzt weiter auf Ausbau der Windenergie

Jost: Landesregierung setzt weiter auf Ausbau der Windenergie

Die Landesregierung will zusammen mit dem Bergbau-Konzern RAG nicht mehr benötigte Industrie-Areale der Natur wieder zurückgeben. Das sagte gestern Umweltminister Reinhold Jost.

Die Windenergie im Saarland wird weiter ausgebaut. Das betonte gestern Umweltminister Reinhold Jost (SPD ) im Rahmen einer Sommer-Rundreise, auf der er ehemalige Bergbau-Flächen des RAG-Konzerns besichtigte. Die Landesregierung bleibe bei ihrem Ziel, bis zum Jahr 2020 rund 20 Prozent des Strombedarfs aus regenerativen Quellen - also Wind, Sonne oder Biomasse - zu gewinnen. Den größten Beitrag hierzu würden die Windparks leisten.

Auch die RAG Immobilien (RIM), die Immobilientochter des Bergbau-Konzerns, plant derzeit an der Saar sechs Windparks . Daran erinnerte gestern RIM-Chef Hans-Peter Noll. "Derzeit sind die Windräder in der Projektierungs-Phase", erläuterte Rudolf Krumm, Repräsentant der RIM an der Saar. Ende des Jahres will das Unternehmen die Anträge bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA), einreichen. Ziel sei, dass die 20 Anlagen 2016 stehen. Noll betonte, dass die RIM auch bei der Solarenergie im Saarland ein großer Spieler ist. Auf rund 70 Hektar Fläche seien inzwischen acht Solarparks entstanden - mit einer Gesamt-Investition von 32 Millionen Euro.

Jost betonte, dass die RAG mit ihren Grundstücken an der Saar "auch für die Raumordnungs-Planung des Landes ein wichtiger Partner ist". Mehr als 200 Hektar habe die RIM inzwischen an Gewerbeflächen erschlossen und 20 Hektar für Wohngebiete, sagte Noll. Allerdings spielt auch der Naturschutz eine große Rolle. Die RAG besitzt im Saarland rund 700 Hektar Wald. Außerdem beteiligt sie sich an Projekten wie kürzlich der Renaturierung des Fischbachs in Quierschied . Eines der größten Vorhaben ist das Projekt Landschaft der Industriekultur (LIK) Nord zwischen Quierschied , Schiffweiler und Neunkirchen. Die ursprünglich industriell genutzte Region "soll der Natur wieder zurückgegeben werden", sagte Jost. Die RAG bringt rund 260 Hektar in dieses Vorhaben ein.

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