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Jeder dritte Taxi-Fahrer braucht Hartz IV

Saarbrücken. Laut einer Datenübersicht der Bundesagentur für Arbeit (BA) sind angestellte Taxifahrer die mitunter am schlechtesten bezahlten Beschäftigten in Deutschland. Viele sind zusätzlich auf Hartz IV angewiesen. Stefan Vetter

Angestellte Taxifahrer zählen zu den am schlechtesten bezahlten Beschäftigten in Deutschland. Jeder Dritte von ihnen verdient so wenig, dass er zusätzlich auf Hartz IV angewiesen ist. Das geht aus einer unserer Zeitung vorliegenden Datenübersicht der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Demnach sind von den rund 100 000 bei der BA registrierten Arbeitnehmern im Taxi-Gewerbe 33 000 sogenannte Aufstocker, weil ihr Lohn unter dem staatlich garantierten Existenzminimum liegt. Das tatsächliche Ausmaß dürfte noch größer sein, denn selbstständige Taxifahrer werden in dieser Statistik nicht erfasst. Laut BA beträgt das durchschnittliche Einkommen eines vollzeitbeschäftigten Taxifahrers nur 1256 Euro im Monat. Das entspricht einem Stundenlohn von sechs bis sieben Euro.

Der Mindestlohn von 8,50 Euro sei deshalb "mehr als überfällig", sagt die Arbeitsmarktexpertin der Linken, Sabine Zimmermann . Der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband (BZP) rechnet mit massiven Entlassungen nach Einführung des Mindestlohns. "Wir gehen von mindestens 50 000 Stellen aus, die wegfallen", sagte BZP-Chef Michael Müller unserer Zeitung.