Jan Josef Liefers tritt im Film „Totengebet“ zum fünften Mal im ZDF als Anwalt Vernau an.

Anwaltsserie im ZDF : Reise in die Vergangenheit

Jan Josef Liefers tritt im Film „Totengebet“ zum fünften Mal im ZDF als Anwalt Vernau an.

(dpa) Wenn „Tatort“-Star Jan Josef Liefers in den vergangenen Jahren aus der Münsteraner Gerichtsmedizin ins Berliner Anwaltsbüro von Joachim Vernau gewechselt ist, dann holte er auch für das ZDF zuverlässig Top-Quoten. Vier Filme der Reihe nach den Büchern von Krimiautorin Elisabeth Herrmann waren von 2012 bis 2016 zu sehen, „Die letze Instanz“ (2014) sicherte sich mit rund 7,7 Millionen Zuschauern den besten Wert. Nun kehrt Liefers als umtriebiger Advokat Vernau zurück – mit „Totengebet“ und „erwachsener“, wie der Schauspieler über seine Figur sagt.

In „Totengebet“ bekommt Vernau überraschenden Besuch aus New York. Die junge Rachel Cohen (Mercedes Müller, „Tschick“) will nach dem Tod ihres Stiefvaters herausfinden, wer ihr leiblicher Vater ist. Die Suche führt sie zurück in die Zeit jenes Sommers Anfang der 1990er Jahre, als ihre Mutter die Uni Boston besuchte – ebenso wie Vernau. Nicht nur er, auch drei weitere Kommilitonen waren damals verliebt in sie. Daher machen sich der Anwalt und die junge Frau auf den Weg, um die einstigen Mitstudenten aufzusuchen. Als es noch am selben Abend einen Toten gibt, wird Vernau nicht nur mit einer Morduntersuchung konfrontiert, sondern gerät selbst unter Verdacht.

Die spannend inszenierte Suche (Drehbuch: André Georgi, Josef Rusnak), auf der Vernau nach einem Unfall auch noch mit einem Gedächtnisverlust zu kämpfen hat, führt ihn zurück in die USA und in die eigene Vergangenheit – und sie bringt ihn selbst in Gefahr. Ebenfalls mit von der Partie sind Schauspieler Thomas Heinze und Claudia Michelsen, als Vernaus Kanzleikollegin ist wieder Stefanie Stappenbeck dabei. Gleich zu Beginn wird in der Kanzlei im fünften Film nebenbei auch geklärt, wie Vernaus Name richtig auszusprechen ist. Liefers: „Bisher ging es in den Filmen durcheinander und wurde unter uns schon zum Running Gag, aber Elisabeth Herrmann hat es jetzt endgültig festgelegt: Vernau mit V wie bei Vater.“

„Totengebet“ ist der jüngste Vernau-Roman der Schriftstellerin Herrmann, die für die vier ersten Verfilmungen auch die Drehbücher verfasst hatte. „Der Titel ,Totengebet’ suggeriert ein Ende. Für uns ist es ein Anfang, der uns und den Zuschauern neue Seiten einer höchst lebendigen Figur zeigt“, erklärt ZDF-Redakteur Daniel Blum. „Joachim Vernau lebt.“ Und könnte auch im Film ohne weitere Buchvorlagen weiterleben, wie Liefers sagt: „Man hat sich darauf geeinigt, auch ohne Romanvorlage Vernau-Geschichten zu drehen.“

„Totengebet“, ZDF, 20.15 Uhr

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