IWF und Weltbank fordern Yuan-Aufwertung

IWF und Weltbank fordern Yuan-Aufwertung

Washington/Brüssel. Der internationale Druck auf China zur Aufwertung der Landeswährung Yuan wächst. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank forderten Peking gestern auf, den Kurs in der Geldpolitik zu ändern und den Wert des Yuan auf den Devisenmärkten steigen zu lassen. Der Yuan sei "sehr unterbewertet", stellte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn fest

Washington/Brüssel. Der internationale Druck auf China zur Aufwertung der Landeswährung Yuan wächst. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank forderten Peking gestern auf, den Kurs in der Geldpolitik zu ändern und den Wert des Yuan auf den Devisenmärkten steigen zu lassen. Der Yuan sei "sehr unterbewertet", stellte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn fest. Die Weltbank drängt China zur Aufwertung des Yuan, um der Gefahr einer drohenden Inflation entgegenzuwirken. Die Regierung in Peking müsse die im Umlauf befindliche Geldmenge verringern und ihre Geldpolitik zugleich unabhängiger von den USA gestalten, sagte der Chefvolkswirt der Weltbank-Vertretung in China, Ardo Hansson. Der Kurs des Yuan ist an den US-Dollar gekoppelt. Die Vereinigten Staaten werfen Peking seit langem vor, sich mit einem günstigen Yuan Vorteile für den Export zu verschaffen. Chinas Regierungschef Wen Jiabao hatte am Wochenende Forderungen nach einer Aufwertung des Yuan entschieden zurückgewiesen. Sein Land werde sich dem Druck nicht beugen, sagte Wen. afp