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Institute wecken Hoffnung auf ein Ende des Abschwungs

Saarbrücken. Nach dem historischen Konjunktureinbruch in diesem Jahr wächst die Hoffnung auf eine Erholung. Der am Dienstag vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim veröffentlichte Index zu den Konjunkturerwartungen stieg erneut kräftig und überschritt seinen historischen Durchschnitt

Saarbrücken. Nach dem historischen Konjunktureinbruch in diesem Jahr wächst die Hoffnung auf eine Erholung. Der am Dienstag vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim veröffentlichte Index zu den Konjunkturerwartungen stieg erneut kräftig und überschritt seinen historischen Durchschnitt. Zwei Drittel der deutschen Großunternehmen gehen einer anderen Umfrage zufolge von einem Aufschwung 2010 aus. Der Index der Erwartungen für die künftige Entwicklung der deutschen Wirtschaft sei im Mai das siebte Mal in Folge gestiegen, teilte das ZEW mit. Demnach kletterte das monatlich veröffentlichte Wirtschaftsbarometer, das sich auf die Einschätzung von Wirtschaftsexperten stützt, um 18,1 Punkte auf 31,1 Punkte. Damit habe der Index seinen historischen Mittelwert von 26,2 Punkten überschritten. Die erneut optimistischere Einschätzung der befragten Wirtschaftsexperten dürfte nach Angaben des ZEW darauf zurückzuführen sein, dass sich "in den vergangenen Wochen in der Realwirtschaft vorsichtige Anzeichen einer Erholung gezeigt" hätten. Auch das Münchner Ifo-Institut macht mit seinem Weltwirtschaftsklima-Bericht wieder Hoffnung. "Die Wirtschaftserwartungen haben sich in allen großen Regionen verbessert, insbesondere in Nordamerika und Asien", teilte ifo-Chef Hans-Werner Sinn gestern mit.Laut einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse-Coopers (PWC) erwarten sechs von zehn Großunternehmen eine Besserung ihrer Wirtschaftslage im kommenden Jahr. Besonders Unternehmen der Gesundheitsindustrie wie Fresenius Medical Care hätten sich gut in der Wirtschaftskrise behaupten können. red