Im Rosengarten Zweibrücken kehrt so etwas wie Normalität ein

Rosengarten Zweibrücken : Naturgenuss mit Abstand

Trotz Corona bewegt sich die Besucherzahl im Rosengarten bisher im üblichen Rahmen. Aber die Veranstaltungen fehlen.

Seit einigen Tagen ist der Rosengarten wieder geöffnet. Zu den üblichen Öffnungszeiten (neun bis 19 Uhr, montags ab elf Uhr) können Besucher die beliebte Parkanlage nun wieder nutzen. Der Zugang ist zur Zeit nur über den Haupteingang möglich.

Im Dornröschen besteht Maskenpflicht, außerdem dürfen sich nur maximal fünf Personen in dem kleinen Geschäft aufhalten. Das Sortiment beschränkt sich momentan auf Souvenirs und Dekoartikel. Der Gastronomiebetrieb pausiert noch immer, Pläne sind bereits erarbeitet, wie eine Wiederaufnahme funktionieren kann.

Seit wenigen Tagen darf der Spielplatz wieder genutzt werden. Veranstaltungen wurden bis auf Weiteres abgesagt. Davon betroffen sind eine Reihe von Konzerten und die Zweibrücker Rosentage im Juni.

„Die Einhaltung der Hygienevorschriften läuft nahezu problemlos ab“, erklärt Heiko Hübscher, der im Auftrag des Umwelt- und Servicebetriebs Zweibrücken (UBZ) den Rosengarten leitet. Vor der Schließung habe es da noch Schwierigkeiten gegeben. Die maximale Besucherzahl betrage noch immer 250, so bleibt alles übersichtlich. Seit der Wiedereröffnung waren laut Hübscher bis zu 140 Besucher gleichzeitig im Rosengarten.

Es sei schön, zu sehen, dass so viele altbekannte Gesichter zurück sind, sagt Hübscher. Regelmäßige Besucher kenne man hier und man mache sich natürlich Sorgen, wenn man sie einige Zeit nicht mehr sieht. Bislang vermisse er noch einige Stammbesucher, bedauert er. Viele davon seien ältere Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen fernbleiben und solche, die in Seniorenheimen leben und aufgrund aktueller Bestimmungen nicht nach draußen können.

Auch der Bustourismus bleibt zur Zeit aus. Deshalb und aufgrund der abgesagten Veranstaltungen, so Hübscher, müsse der Rosengarten in diesem Jahr enorme Umsatzeinbußen verkraften. „Bei einem musikalischen Picknick kommen normalerweise um die 1000 Gäste und die Rosentage ziehen an beiden Tagen zusammen etwa 10 000 Besucher an“, erläutert er.

Die Arbeiten im Rosengarten laufen laut Hübscher wie geplant. Einzig die Fontänen seien noch nicht bereit, das werde sich im Lauf der Woche aber ändern. Um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten, habe man einige Sitzmöglichkeiten weiter auseinander gestellt. So sind Entspannung und Komfort auch unter Einhaltung des notwendigen Abstands möglich.

Zurzeit blühen die Rhododendren und bieten ein zauberhaftes Farbspiel, begleitet von intensiven Düften. Auch einige Wildrosen lassen sich bereits sehen, während ihre kultivierten Schwestern, die dem Rosengarten ursprünglich seinen Namen gaben, noch bis Ende Mai /Anfang Juni auf sich warten lassen. An vielen Stellen finden sich bunte Beete mit Tulpen und Stiefmütterchen. Die von Gänseblümchen bedeckten Rasenflächen laden zum Verweilen ein.

Im Rosengarten herrscht eine ruhige, gemütliche Atmosphäre. Man sieht fast ausschließlich fröhliche und entspannte Gesichter. Menschen drehen ihre Runden oder ruhen sich auf Bänken aus, während einige wenige Kinder auf dem Spielplatz spielen.

Besucher drücken durchweg ihre Freude aus, wieder kommen zu dürfen. „Das war ja nicht auszuhalten, immer daheim zu sein“, meint ein Besucher lachend. Die meisten sind regelmäßig im Rosengarten unterwegs und besitzen eine Jahreskarte. „Man sieht immer die gleichen Leute hier“ fällt gleich zwei Besucherinnen auf. Sie fühlen sich im Rosengarten wohl, kommen um zu entspannen und für ein wenig Bewegung an der frischen Luft.

Wegen Corona scheint niemand sonderlich besorgt. Dass der vorgeschriebene Abstand eingehalten wird, gibt ein sicheres Gefühl. Einige bringen zum Ausdruck, wie befremdlich das Abstandhalten noch ist. „Die Leute schauen sich nicht mal mehr an“, bedauert eine Besucherin.

Uneinigkeit herrscht nur in der Frage, ob nun viel los sei oder weniger als in früheren Jahren. „Schwer zu sagen, wahrscheinlich hängt es vom Wetter ab“ meint ein Besucher, der bei zartem Sonnenschein die Blütenpracht fotografiert.

Rosengarten im Mai 2020 Foto: Monja Stock
Es grünt, blüht, summt, plätschert und zwitschert derzeit an allen Ecken des weitläufigen Areals. Foto: Monja Stock

Hier kann der Experte Auskunft geben: Auch wenn noch nicht alle Stammgäste zurück seien, bewege sich das aktuelle Besucheraufkommen im für diese Jahreszeit üblichen Rahmen, erklärt Heiko Hübscher.