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IKK Südwest erhöht Beitragssatz auf 15,8 Prozent

Saarbrücken/Berlin. Die Versicherten der Krankenkasse IKK Südwest müssen ab 2015 mehr zahlen. Die IKK erhöht ihren Beitragsatz auf 15,8 Prozent. Die DAK bleibt bei 15,5 Prozent, die TK erhebt 15,4 Prozent. low/dpa

Die Saarbrücker Krankenkasse IKK Südwest erhöht ihren Beitragssatz zum 1. Januar um 0,3 Prozentpunkte auf 15,8 Prozent. Das hat der Verwaltungsrat der Kasse beschlossen. "Mit diesem Beitragssatz wollen wir eine langfristig und solide kalkulierte Finanzierung der IKK Südwest sicherstellen", sagte IKK-Vorstand Jörg Loth unserer Zeitung. Der neue Satz sei für die Jahre 2015 und 2016 garantiert.

Ab Januar können die Kassen ihre Beiträge teilweise wieder selbst festlegen. Bislang lag der allgemeine Beitragssatz im Gesundheitsfonds bei 15,5 Prozent. Ab 1. Januar sinkt dieser Satz auf 14,6 Prozent. Die Kassen können je nach ihrer Finanzlage einen Aufschlag erheben. Empfohlen wurden 0,9 Prozentpunkte, was dem bisherigen Beitragssatz des Fonds entsprochen hätte. Die IKK Südwest überschreitet diese Empfehlung nun um 0,3 Prozentpunkte. Die 14,6 Prozent teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Den Aufschlag müssen die Arbeitnehmer alleine tragen.

"Wir wollen mit diesem neuen Beitragssatz weiterhin eine qualitativ hohe Gesundheits-Versorgung sicherstellen", sagt Loth. So stehe den Versicherten der IKK Südwest ein Gesundheitskonto von 300 Euro pro Jahr zur Verfügung. Damit könnten sie beispielsweise die Leistungen von Heilpraktikern finanzieren. Diese Kosten würde ihnen die Kasse zu 80 Prozent erstatten, bis das individuelle Konto aufgebraucht sei.

Außerdem will die IKK Südwest ab 1. März 2015 mit einem kostenlosen und automatischen Krankenversicherungsschutz für Auslandsreisen starten. Darin seien auch ein Rückhol-Service und eine telefonische Beratung bei Erkrankungen im Ausland enthalten, betonte Loth. Die IKK betreut rund 680 000 Versicherte und mehr als 100 000 Betriebe im Saarland sowie in Rheinland-Pfalz und in Hessen. Die Beitragseinnahmen liegen bei rund 1,5 Milliarden Euro.

Ende vergangener Woche hatte bereits die Techniker Krankenkasse (TK) einen Beitragssatz von 15,4 Prozent ab 2015 angekündigt. Die DAK bleibt bei 15,5 Prozent. Wenn der Beitragszahler mit dem Preis-Leistungsverhältnis seiner Kasse nicht zufrieden ist, kann er problemlos wechseln. Seine Kasse muss ihn sogar auf günstigere Angebote aufmerksam machen.