IG-Metall segnet Opel-Tarifvertrag ab

IG-Metall segnet Opel-Tarifvertrag ab

Frankfurt/Rüsselsheim. Der Tarifvertrag zur Sanierung des angeschlagenen Autobauers Opel ist unter Dach und Fach. Der IG-Metall-Bundesvorstand stimmte dem von der Tarifkommission ausgehandelten Kompromiss zu, wie die Gewerkschaft gestern in Frankfurt mitteilte

Frankfurt/Rüsselsheim. Der Tarifvertrag zur Sanierung des angeschlagenen Autobauers Opel ist unter Dach und Fach. Der IG-Metall-Bundesvorstand stimmte dem von der Tarifkommission ausgehandelten Kompromiss zu, wie die Gewerkschaft gestern in Frankfurt mitteilte. Der Vertrag gelte ab sofort und sichere 20 000 Arbeitsplätze in Rüsselsheim, Eisenach, Kaiserslautern und Dudenhofen bis Ende 2016. Im Gegenzug bekommen die Beschäftigten Tariferhöhungen für die Runden 2012 bis 2015 immer erst zur nächsten Tarifanpassung ausbezahlt. Dafür entfällt der Kündigungsschutz in Bochum schon Ende 2014. Dann will die Opel-Führung will die Produktion in dem Werk einstellen. Die IG-Metall-Mitglieder dort hatten das Papier aus Sorge um eine Abwicklung des Werks abgelehnt.Der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel warf Gewerkschaft und Gesamtbetriebsrat vor, die Verhandlungen mit dem Management über die Köpfe der Bochumer Belegschaft hinweg geführt zu haben. Er habe nur fertige Ergebnisse präsentiert bekommen. Solidarität stelle er sich anders vor.

Opel-Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug warf Einenkel vor, der Belegschaft Halbwahrheiten aufgetischt zu haben: "Er verschweigt schlichtweg die Tatsache, dass es ohne die Solidarität der anderen Standorte niemals Verhandlungen zur Zukunft des Standorts Bochum gegeben hätte." Opel und GM hätten von Anfang an das Ziel verfolgt, den Standort Bochum Ende 2014 zu schließen. dpa