IG Metall: Bei neuen Jobs hauptsächlich Leih- und Zeitarbeit

IG Metall: Bei neuen Jobs hauptsächlich Leih- und Zeitarbeit

Frankfurt. Firmen der deutschen Metallbranche decken ihren Arbeitskräftebedarf in der gegenwärtigen Aufschwungphase nach Erkenntnissen der Gewerkschaft IG Metall überwiegend durch Leiharbeit und befristete Verträge. Nur 15 Prozent der Betriebe schafften unbefristete Stellen, ergab eine Umfrage unter 5100 Betriebsräten, die die IG Metall vorstellte

Frankfurt. Firmen der deutschen Metallbranche decken ihren Arbeitskräftebedarf in der gegenwärtigen Aufschwungphase nach Erkenntnissen der Gewerkschaft IG Metall überwiegend durch Leiharbeit und befristete Verträge. Nur 15 Prozent der Betriebe schafften unbefristete Stellen, ergab eine Umfrage unter 5100 Betriebsräten, die die IG Metall vorstellte. 43 Prozent der Unternehmen decken ihren Zusatzbedarf demnach durch Leiharbeiter, 42 Prozent stellen nur befristet ein. Der zweite Vorsitzende der Gewerkschaft, Detlef Wetzel, bezeichnete das Ergebnis der Betriebsratsumfrage aus dem Organisationsbereich der IG Metall als "alarmierend". Unbefristete Beschäftigung werde zur Ausnahme. Er forderte die Bundesregierung auf, den Missbrauch von Leiharbeit zu begrenzen. Auch die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi forderte Schwarz-Gelb zu einem stärkeren Engagement in dieser Frage auf. afp