IG Metall befürchtet „Ausbluten“ von Bosch – Konzern widerspricht

IG Metall befürchtet „Ausbluten“ von Bosch – Konzern widerspricht

Die Verwaltungsstelle Homburg-Westpfalz hat gestern Alarm geschlagen und vor einem „Ausbluten“ des Bosch-Werks in Homburg gewarnt. Neue Planungen, die der IG Metall und dem Betriebsrat in jüngster Zeit bekannt geworden seien, sähen vor, dass die Zahl der Arbeitsplätze bei Bosch in Homburg „unter die Grenze von 4000 Mitarbeitern sinkt“, heißt es in einer Mitteilung.

"Das wird allerdings auf massiven Widerstand stoßen", erklärte der Erste Bevollmächtigte der Verwaltungsstelle, Werner Cappel. Die Zahl der Beschäftigten sei bereits auf 4660 gesunken. Vor acht Jahren seien noch etwa 6000 Menschen in den Homburger Werken beschäftigt gewesen.

Ein Sprecher von Bosch räumt ein, dass bei einer Betriebsversammlung im November vergangenen Jahres die Werksleitung bei der Planung bis 2017 davon ausgegangen sei, dass "für 4660 Mitarbeiter auf lange Sicht zu wenig Arbeit vorhanden ist". Mittlerweile stelle sich das Marktumfeld wieder besser dar. "Daher können wir von einer stabilen Beschäftigung ausgehen", sagt der Sprecher. So habe beispielsweise die Konjunktur bei den Nutzfahrzeugen (Lkw und Busse) wieder angezogen. Im Jahr 2013 sei die Zahl der Mitarbeiter um knapp 100 gesunken. Für 2014 "sieht die Lage stabil aus". Insgesamt beschäftigt Bosch in Homburg noch 5500 Mitarbeiter. Mit eingerechnet sind hier die Mitarbeiter des Schwester-Unternehmens Bosch Rexroth, das unter anderem hydraulische Steuerungen für Landmaschinen oder Werkzeug-Maschinen produziert, sowie Bosch Moehwald (Prüfstände für Diesel- und Benzineinspritz-Systeme). Hinzu käme Bosch Emission Systems in Neunkirchen, wo gerade ein neues Werk für Abgas-Systeme hochgezogen würde.

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