IG BCE wählt Michael Vassiliadis zum neuen Vorsitzenden

IG BCE wählt Michael Vassiliadis zum neuen Vorsitzenden

Hannover. Deutschland braucht eine Strategie, wie es mit der heimischen Industrie als "zentralem Element unserer Wirtschaft" nach der Krise weitergeht. Das forderte der neu gewählte Vorsitzende der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Michael Vassiliadis (Foto: ddp), gestern am Rande des Gewerkschaftskongresses

Hannover. Deutschland braucht eine Strategie, wie es mit der heimischen Industrie als "zentralem Element unserer Wirtschaft" nach der Krise weitergeht. Das forderte der neu gewählte Vorsitzende der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Michael Vassiliadis (Foto: ddp), gestern am Rande des Gewerkschaftskongresses. Dazu gehöre auch, der Skepsis vieler Menschen gegenüber neuen Technikfeldern wie zum Beispiel der Gentechnologie zu begegnen. Eine seiner Hauptaufgaben für die nächsten Monate sieht der neue Gewerkschaftschef darin, dass in den Branchen, in denen die IG BCE organisiert ist, "die Beschäftigung gesichert wird". Während es im Frühjahr in der Chemie noch gut aussehe, ist Vassiliadis bei etlichen Autozulieferern eher kritisch. Vassiliadis appellierte außerdem an die Arbeitgeber, "gerade in der Krise wieder mehr Ausbildungsplätze zu schaffen". Der 45-jährige Michael Vassiliadis war zuvor von den 349 Delegierten des IG BCE-Kongresses mit 97,12 Prozent der Stimmen zum Nachfolger von Hubertus Schmoldt (64) gewählt worden, Stellvertreter bleibt Ulrich Freese (58). Vassiliadis ist seit 1986 hauptamtlich in der Gewerkschaftsarbeit tätig. Vor fünf Jahren wurde er Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes der IG BCE, der künftig aus fünf statt bisher sechs Personen besteht. In den 26-köpfigen ehrenamtlichen Hauptvorstand der Gewerkschaft wurden aus dem Saarland - wie erwartet - Martin Becker (Bergwerk Saar) und Dietmar Langenfeld (Villeroy & Boch) gewählt. low