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| 21:07 Uhr

Hypo Real Estate macht im ersten Quartal wieder hohe Verluste

München. Der angeschlagene Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) steckt weiter tief in der Verlustzone. In den ersten drei Monaten des Jahres machte die Bank unter dem Strich ein Minus von 382 Millionen Euro, wie sie gestern mitteilte

München. Der angeschlagene Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) steckt weiter tief in der Verlustzone. In den ersten drei Monaten des Jahres machte die Bank unter dem Strich ein Minus von 382 Millionen Euro, wie sie gestern mitteilte. Aktionäre der Bank nahmen das Übernahmeangebot des Staates kurz vor Ablauf der Frist am Montag um Mitternacht zunehmend an, so dass der Bund bereits mehr als 40 Prozent an der HRE besitzt. HRE-Chef Axel Wieandt erklärte, das erste Quartal des Jahres habe "wie die vorangegangenen Quartale eine große Herausforderung für den Konzern und seine Mitarbeiter" darstellt. Die Bank mache aber "gute Fortschritte bei der Neuausrichtung des Konzerns". Die HRE hatte im vergangenen Jahr einen Verlust von fast 5,5 Milliarden Euro eingefahren. Die Bank war von der Finanzmarktkrise besonders heftig betroffen und konnte nur durch Milliardenhilfen des Staates gerettet werden. Das Institut erhielt Kapitalhilfen und Garantien in Höhe von 102 Milliarden Euro, den größten Teil davon vom Staat. Ein Kollaps der Bank würde nach Einschätzung der Bundesregierung zu Erschütterungen im Finanzsystem und zu Schwierigkeiten ganzer Staaten führen. Deshalb will der Bund die HRE vollständig übernehmen. Ab Anfang April hatte der Staat den Aktionären 1,39 Euro pro Aktie angeboten. Bis Montagnachmittag um 17.30 Uhr erhielt der Bund zusammen mit zuvor gesicherten knapp 8,7 Prozent insgesamt 40,93 Prozent der Anteile, wie der Bankenrettungsfonds Soffin mitteilte. Wie viele Anleger sich bis Ablauf der Frist um Mitternacht noch für das Angebot des Staates entschieden, soll voraussichtlich heute bekannt werden. Erreicht der Bund die Mehrheit, will er die verbliebenen Aktionäre auf der Hauptversammlung herausdrängen. Sollte dies nicht klappen, will der Staat die Aktionäre enteignen. afp