Hubertuskapelle auf dem Schlosshof Jägersburg ist fast 300 Jahre alt

Hubertuskapelle Jägersburg : Nächstes Jahr steht ein großes Jubiläum an

() Bald 300 Jahre wird die Kapelle auf dem Jägersburger Schlosshof: 1720 nämlich war der Bau mit seinem achteckigen Grundriss eingeweiht worden. Nicht von ungefähr kommt dieses Schnittmuster, bediente sich Jonas Erikson Sundahl (1678–1762), schwedischer Baumeister in Zweibrücker Diensten, doch der Architektur der kurz zuvor in Zweibrücken errichteten Karlskirche als Vorlage.

In Auftrag gegeben hatte die Kapelle Herzog Gustav Samuel Leopold. Der Landesherr von Pfalz-Zweibrücken ergänzte so sein Jagdschloss nördlich von Homburg. Sankt Hubertus wurde namensgebend – eben der Schutzpatron der Nimrode, der gern gegen die Tollwut angerufen wird. Als „Hubertuskapell“ firmiert das Sakraldenkmal bis heute.

Die Statue des Heiligen hatte ihren Platz in einer Außennische, die schon lange verwaist ist. Besagter Herzog ließ sich 1721 die nahe Burg instand setzen, erweiterte sie um ein repräsentatives Jagdhaus und benannte sie nach sich selbst: Gustavsburg. Im 19. Jahrhundert verfiel die Kapelle, erst 1985 wurde sie nahe am Original restauriert. Heute wird sie für Hochzeiten genutzt. Mit der Burg am Schlossweiher ist sie Kulisse des jährlichen Hubertusmarktes im Herbst.