HSV Püttlingen unterliegt im Handball im DHB-Pokal Zweitligist SG Kirchhof

10:39-Klatsche im Pokal : Abhaken und auf die Liga konzentrieren

Der Handball-Oberligist HSV Püttlingen hat in Runde eins des DHB-Pokals gegen Zweitligist SG Kirchhof eine 10:39-Klatsche kassiert.

Bis Mitte der ersten Halbzeit sah es am Sonntag gut aus für den Handball-Oberligisten HSV Püttlingen. Da lief das DHB-Pokalspiel gegen Zweitligist SG Kirchhof nach Wunsch. Karoline Bittern, die 2009 für den Gegner spielte, erzielte unter dem Jubel der knapp 100 Zuschauer im Püttlinger Trimm-Treff das erste Tor für den HSV. Wenig später traf Marion Müller zum 2:2-Ausgleich. In der Defensive wehrte die erst 16 Jahre alte HSV-Torhüterin Jessica Wagner einige Augenblicke später einen Siebenmeter von SG-Akteurin Diana Sabljak ab. Als es ein paar Minuten später 6:3 für den Favoriten aus Kirchhof stand, war für den Außenseiter aus Püttlingen noch alles im grünen Bereich – doch am Ende stand eine 10:39 (4:20)-Klatsche zu Buche.

„Wir haben gut angefangen“, erklärte der neue HSV-Trainer Miodrag Jelicic, für den es das erste Pflichtspiel mit seiner Mannschaft war. Doch was dann folgte, beschreibt die erfahrenste HSV-Spielerin. „Wir haben uns zu viele Ballverluste geleistet, und die hat Kirchhof gnadenlos bestraft. Die haben bestimmt 30 Tore nach Tempogegenstößen gemacht“, berichtete Bittern. Die 33-Jährige ergänzt: „Wenn wir dagegen mal vor dem Tor waren, dann haben wir schlecht geworfen.“

Bei den von Bittern angesprochenen Tempogegenstößen zeigten sich die Gäste gnadenlos – nahezu alle versenkte der Zweitligist vor der Pause im Püttlinger Tor. Vor allem die Außenspielerinnen Christin Kühlborn und Iva van der Linden trafen in dieser Phase fast nach Belieben. So baute die SG Kirchhof ihre Führung bis zur Halbzeit auf 20:4 aus.

Auch im zweiten Durchgang gaben die Gäste Vollgas. Am Ende hieß es 39:10 für den Zweitligisten, bei dem vor allem Sabljak mit 13 Treffern – davon fünf Siebenmeter – glänzte. Sie allein erzielte mehr Tore als der HSV Püttlingen. „Wenigstens ist es uns gelungen, noch zehn Tore zu machen“, meinte Bittern. „Ansonsten war das leider nicht so berauschend“, ergänzte die 33-Jährige nach der Schlappe gegen ihren Ex-Club.

„Ich bin schon ein wenig enttäuscht. Aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Der Gegner hat halt jeden Fehler von uns bestraft“, erklärte Jelicic: „Jetzt müssen wir das Spiel schnell abhaken und uns auf die Liga konzentrieren.“ Denn dort steht für den HSV Püttlingen am kommenden Sonntag um 16 Uhr im Trimm-Treff der nächste Knaller an. Dann ist der SV Zweibrücken mit Renáta Szabó zu Gast. Die Leistungsträgerin wechselte von Püttlingen nach Zweibrücken (wir berichteten).

„In der Vergangenheit waren es gegen Zweibrücken immer enge Duelle. Ich denke jetzt, wo der SV noch Renáta mit dabei hat, ist er gegen uns der Favorit“, sagt Jelicic. Seine Spielerinnen sind im Duell gegen ihre ehemalige Mannschaftskameradin hoch motiviert. „Wir wollen zeigen, dass wir ein gutes Team sind und auch die neuen Spielerinnen schon gut integriert haben“, sagt Bittern: „Ich denke, es wird eine enge Kiste am Sonntag.“

Der SV Zweibrücken war am vergangenen Wochenende schon in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar im Einsatz. Denn da fand für die Mannschaften, die nicht für den DHB-Pokal qualifiziert waren, bereits der erste Spieltag statt.

Die Zweibrückerinnen verloren bei der HSG Marpingen-Alsweiler mit 22:23 – und das trotz einer 18:15-Führung 20 Minuten vor Schluss und insgesamt sieben Treffern von Renáta Szabó.