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Hilfstranche für Athen soll kommende Woche kommen

Athen. Mit der Freigabe der nächsten Tranche von 2,5 Milliarden Euro für das griechische Hilfsprogramm ist voraussichtlich erst kommende Woche zu rechnen. Das Bundesfinanzministerium bekräftigte gestern, dass für die Auszahlung erst alle 22 von den internationalen Kreditgebern geforderten „vorrangigen Maßnahmen“ umgesetzt sein müssten. dpa

Fünf stehen noch aus.

Eine Bestätigung aller Maßnahmen werde allerdings in "sehr kurzer Zeit" erwartet, sagte ein Ministeriumssprecher. Der Haushaltsausschuss soll nach derzeitigem Stand bis kommenden Montag Zeit zur Stellungnahme haben. Ursprünglich war eine solche Bewertung schon für diesen Mittwoch vorgesehen.

Unter anderem steht noch eine Einigung mit der griechischen Regierung darüber aus, wie viele Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes in die sogenannte Arbeitsreserve übernommen werden sollen, die dann an anderen Stellen eingesetzt werden können. In einem ersten Schritt sollen jetzt 4200 Mitarbeiter in diese Mobilitätsreserve übernommen werden. Im September soll diese "Reserve" auf 12 500 Personen aufgestockt werden. Weitere 12 500 sollen dann bis Dezember folgen.

Die 2,5 Milliarden Euro sind Teil einer Hilfstranche von insgesamt 6,8 Milliarden Euro, die der Krisenstaat bis Ende Oktober von der Geldgeber-Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) erhalten soll.