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| 20:10 Uhr

Hauskauf oft teurer als gedacht

Berlin. Wer ein Haus baut oder kauft, finanziert das in der Regel über ein Darlehen. Die klassischen Formen wie Annuitätendarlehen - mit jährlicher Tilgung der Schulden - und Bauspardarlehen setzen in der Regel jedoch eine so genannte Beleihungsgrenze bei 80 Prozent fest. Das heißt, lediglich 80 Prozent der Kaufsumme werden fremd finanziert Von unserer Mitarbeiterin Christina Fischer

Berlin. Wer ein Haus baut oder kauft, finanziert das in der Regel über ein Darlehen. Die klassischen Formen wie Annuitätendarlehen - mit jährlicher Tilgung der Schulden - und Bauspardarlehen setzen in der Regel jedoch eine so genannte Beleihungsgrenze bei 80 Prozent fest. Das heißt, lediglich 80 Prozent der Kaufsumme werden fremd finanziert. Angenommen, das Haus kostet 150 000 Euro, dann müsste der künftige Besitzer rein rechnerisch 30 000 Euro als Eigenkapital aufbringen. Doch diese Kalkulation erweist sich in der Praxis als Milchmädchenrechnung. "Denn zur reinen Kaufsumme kommen noch unvermeidbare Nebenkosten dazu. Sie sind aus der eigenen Tasche zu bezahlen und werden nicht in die Kreditsumme eingerechnet." Darauf weist Alexander Nothaft vom Verband der Privaten Bausparkassen hin. Diese zusätzlichen Beträge machen gut und gerne zehn Prozent des Kaufpreises aus: in dem Beispiel also rund 15 000 Euro. Das heißt, die tatsächlichen Gesamtkosten liegen bei 165 000 Euro. 120 000 Euro können mit besagten Annuitäten- und Bauspardarlehen abgedeckt werden, 45 000 Euro sollte der Käufer zuvor angespart haben, um nicht in die Bredouille zu kommen. Die Gebühren für die Beurkundung des Kaufvertrages beim Notar sind in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Ihre Höhe richtet sich nach dem Wert der Immobilie. Für ein 150 000-Euro-Haus kommt man auf rund 600 Euro. Ist der Vertrag beim Notar abgeschlossen, fällt gleich die Grunderwerbsteuer an. Rund 3,5 Prozent des Immobilienkaufpreises sind aktuell dafür aufzubringen. Das sind dann noch einmal 5250 Euro. "Lange warten kann man damit nicht", so Alexander Nothaft. "Denn erst, wenn die Grunderwerbsteuer bezahlt ist, stellt das Finanzamt die so genannte Unbedenklichkeitsbescheinigung aus. Ohne diesen Schein kann der neue Eigentümer gar nicht ins Grundbuch eingetragen werden. Auch das ist nicht umsonst. Weitere Beurkundungsgebühren und Eintragungskosten kommen hinzu, weil die Bank als Darlehensgeberin im Normalfall verlangt, dass die so genannte Grundschuld im Grundbuch eingetragen wird - und zwar an erster Stelle. Diese Eintragung hat auch ihren Preis. Alles in allem kommt man bei den Gebühren schon einmal auf über 7000 Euro. Mindestens das Doppelte muss der frischgebackene Hausbesitzer noch drauflegen, um weitere Ausgaben, um die er nicht herumkommt, zu bezahlen: Wer sein Haus mit Hilfe eines Maklers erwarb, schuldet diesem mit dem Kaufabschluss ebenfalls Geld. Die Provisionen schwanken bundesweit zwischen vier und sechs Prozent des Kaufpreises. Hinzu kommen als weitere Kosten beispielsweise kommunale Grundsteuern, Wasser- und Abwassergebühren sowie Rechnungen für Gas, Strom und Müllabfuhr.