Glosse Handy-Nacken

Die Evolution ist vor Überraschungen nicht gefeit. So entwickelte der Mensch zunächst den aufrechten Gang, rollt sich nun aber langsam wieder zusammen – Schuld ist der Handy-Nacken. Denn dieser entsteht, so warnen Experten, wenn jemand stundenlang auf sein Smartphone, Tablet oder E-Book schaut statt geradeaus.

Evolutionär hat das vielleicht sogar Sinn. Ist doch der Feind oder Paarungspartner heute oft eher auf dem Display zu finden als von Angesicht zu Angesicht – oder wie es bald wohl gebückt heißen muss: von Stirn zu Stirn.

Natürlich kann sich der Körper auch an anderen Stellen weiterentwickeln – so könnte die Hand mit Herunterscroll-Daumen bald ganz anders aussehen als früher. Finger müssten sich verkleinern, um winzigste Tastaturen zu bedienen – und die Hirne könnten es ihnen gleich tun.

Allerdings kann es, so lange der Evolutionsschritt noch andauert, einige Missverständnisse geben. Denn die einen sind angesichts dieser Entwicklungen gramgebeugt und können vor Scham, dass es so weit gekommen ist, niemandem in die Augen sehen. Die anderen sehen genauso aus – aber haben schon den Handy-Nacken.

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