Handwerkskammer startet Aktion „Ja zum Meister“

Saarbrücken · Die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) will mit einer Unterschriftenaktion für den Erhalt des Meistertitels kämpfen. Die Kampagne "Ja zum Meister", an der sich mehrere Handwerkskammern beteiligen, richte sich dagegen, dass die EU den deutschen Meisterbrief hinterfrage, teilte die HWK mit.

So ist der Meistertitel in vielen Berufen Voraussetzung dafür, einen Betrieb zu gründen. Gerade diese Bedeutung des Meisterbriefs nehme Brüssel unter Beschuss. Bis Ende Februar kommenden Jahres will die Kammer möglichst viele Unterschriften sammeln und sie dann in Brüssel übergeben.

"Der Meisterbrief steht für Qualitätsarbeit und dient dem Verbraucherschutz. Er ist das Herzstück der beruflichen Bildung. Damit das so bleibt - dafür kämpfen wir", sagte HWK-Präsident Bernd Wegner . Auf EU-Ebene kenne man die Vorzüge der Meister-Qualifikation nur unzureichend und versuche bewusst, das Ausbildungssystem zu schwächen. Für die Aktion benötige man jetzt die Unterstützung aus Handwerk, Politik und Bevölkerung. Als Erste setzte Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU ) ihre Unterschrift auf eine Aktionskarte.

Wer sein "Ja zum Meister" deutlich machen will, kann dies zum einen per E-Mail tun. Die E-Mail mit dem Betreff "Ja zum Meister" sowie Name und vollständiger Adresse geht an d.henle@hwk-saarland.de. Für jeden vollständigen Namen und Adresse übergibt die HWK eine Aktionskarte an die EU. Die Aktionskarten können aber auch direkt bei der Handwerkskammer in Saarbrücken , Hohenzollernstraße 47-49, abgeholt werden.