Handwerk will Meisterbrief aufwerten

Saarbrücken. 242 junge Handwerker erhielten gestern in der Saarbrücker Congresshalle ihre Meisterbriefe. Nach den Anerkennungsrichtlinien der Europäischen Union sei das "nah am universitären Abschluss", sagte der Präsident der Handwerkskammer des Saarlandes, Hans-Alois Kirf. Mit dem Meisterbrief könne man in Deutschland studieren

Saarbrücken. 242 junge Handwerker erhielten gestern in der Saarbrücker Congresshalle ihre Meisterbriefe. Nach den Anerkennungsrichtlinien der Europäischen Union sei das "nah am universitären Abschluss", sagte der Präsident der Handwerkskammer des Saarlandes, Hans-Alois Kirf. Mit dem Meisterbrief könne man in Deutschland studieren. Das beweise, dass der Meisterbrief eine Spitzen-Qualifikation sei. Um dieses hohe Niveau international zu vermitteln, werde sich das Handwerk für die Zusatzbezeichnung "Bachelor Professional" einsetzen. In dem Zusammenhang beklagte Kirf die Handwerksverordnung von 2004, mit der in 54 Berufen der Meisterbrief nicht mehr für die Selbstständigkeit benötigt wird. Unterstützt wurde der Präsident von Wirtschaftsminister Joachim Rippel als Festredner: "Überall wird eine Zertifizierung verlangt. Der Meisterbrief ist ein Zeichen der Qualität!"Das Saarland brauche mehr Techniker und Meister, sagte Kirf. Die Übernahme der Staatlichen Meisterschule unter das Dach der Handwerkskammer stelle eine Chance für die Wirtschaft dar. Für die Lehrgangsabsolventen sprach Jungmeister Ralf Walch. Man müsse offen sein für Neues und bereit sein, sich auch in Zukunft fortzubilden, sagte er. Nur mit der Maxime "anders als andere sein zu wollen" und der Bereitschaft, den Kunden mehr zu bieten, als sie erwarten, könne man sich am Markt behaupten. Die besten ihres Fachs waren in diesem Jahr: Remo Maurer (Dachdecker) aus Merchweiler, Jens Blügel (Elektrotechniker) aus Hüffler, Martin Schenk (Feinwerkmechaniker) aus Üdersdorf, Timur Chukin (Fleischer) aus Wittlich, Anne Müller (Friseur) aus Theley, Dirk Rolinger (Metallbauer) aus Losheim, Manfred Kober (Straßenbauer) aus Schiffweiler und Stephan Zott (Stuckateur) aus Kirkel. Den Sonderpreis der Volks- und Raiffeisenbanken erhielten die drei Jahrgangsbesten. 1500 Euro gingen an den Tischlermeister Stephan Natale aus Bexbach, 1000 Euro an den Kraftfahrzeugtechnikermeister Markus Derbolowski aus Blieskastel und 500 Euro erhielt der Installateur- und Heizungsbauermeister Matthias Kraus aus Blieskastel. dtu

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