Handel sieht im Weihnachtsgeschäft keine Krise

Saarbrücken. Das Weihnachtsgeschäft 2008 läuft an der Saar gut. Das ergab eine Umfrage unserer Zeitung. Zum Fest wollen sich viele Saarländer trotz erster Einflüsse der Finanzkrise etwas gönnen. "Der Umsatz ist zufriedenstellend, wenn man den gesamten Einzelhandel betrachtet", sagt Christoph Kleer, Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes Einzelhandel und Dienstleistung

Saarbrücken. Das Weihnachtsgeschäft 2008 läuft an der Saar gut. Das ergab eine Umfrage unserer Zeitung. Zum Fest wollen sich viele Saarländer trotz erster Einflüsse der Finanzkrise etwas gönnen. "Der Umsatz ist zufriedenstellend, wenn man den gesamten Einzelhandel betrachtet", sagt Christoph Kleer, Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes Einzelhandel und Dienstleistung. Zwar klingelten bei manchen Händlern die Kassen weniger laut als im Vorjahr, das werde aber durch die Umsatzzuwächse anderer Händler wieder ausgeglichen, sagt Kleer. Der Verband setzt auf die kommenden Tage, denn viele Menschen kauften ihre Geschenke erst unmittelbar vor dem Fest.Zu den Händlern mit einem deutlichen Umsatzplus gehört Bernd Kiesel. Der Geschäftsführer des Merziger Modehauses Ronellenfitsch ist "sehr zufrieden" mit dem Weihnachtsgeschäft. Allerdings führt er das Umsatzplus auch auf die Erweiterung seines Geschäftes um 30 Prozent Verkaufsfläche zurück. Die Renner im Media Markt Neunkirchen seien unter anderem digitale Kameras und Fotorahmen, Computerspiele und Spielekonsolen, aber auch Plasma und LCD-Fernseher, sagt Geschäftsführer Bernd Ebelshäuser. Sehr gefragt seien hier auch die ganz neuen Fernseher "hauptsächlich mit Full-HD". Sein relativ neues Haus sei von der Finanzkrise noch nicht betroffen. Auch bei Bücher Queißer in Lebach sieht man noch keine Auswirkungen der Finanzkrise. Inhaber Manfred Queißer: "Die Umsätze entsprechen denen des vergangenen Jahres." Das sei aber unter anderem darauf zurückzuführen, dass Bücher im Vergleich zu anderen Geschenken mit Preisen bis 50 Euro nicht teuer seien und es für jede Preislage etwas Passendes gebe. Die Geschäftsführerin von Karstadt in Saarbrücken, Silke Neumann-Radziszewski, stellt fest, dass die Kunden wochentags "eher zögerlich" kauften - "der Finanzkrise angemessen". Dafür sei der Verkauf an den Samstagen jedoch "extrem gut". In mehreren saarländischen Städten waren am Wochenende die Geschäfte bis Mitternacht geöffnet. Saarlouis lockte mit Eisläuferin Tanja Szewczenko. In Saarbrücken nutzten 12000 Passanten die Möglichkeit zum späten Einkauf. Die Homburger Händler dagegen hatten sich für die erste Einkaufsnacht mehr Besucher gewünscht. csa/red